Stadt lässt Linden wegen Hauptstraßen-Baustelle zurückschneiden

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 Die Linden an der Hauptstraße (im Hintergrund) wurden im Rahmen der Baustelle zurückgeschnitten.
Die Linden an der Hauptstraße (im Hintergrund) wurden im Rahmen der Baustelle zurückgeschnitten. (Foto: michael hochheuser)
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Nach dem Hintergrund der Baumschneide-Aktion in der Spaichinger Hauptstraße hat sich Zdenko Merkt (Grüne) bei den Anfragen im jüngsten Technischen Ausschuss erkundigt. Die Verwaltung erläuterte, dass im Vorfeld der Erneuerung der Primverdolung das Ingenieur- und Sachverständigenbüro für Baumsicherheit und Baumpflege Joachim Schuster, Tübingen, die Linden vom Kreuzplatz bis zur Angerstraße begutachtet hatte. Das Gutachten bescheinigte den Linden eine gute Vitalität und stufte diese ausnahmslos als erhaltungswürdig ein. Zugleich wurde empfohlen, vor Baubeginn die Baumkronen zurückzuschneiden und Baumpflegemaßnahmen durchzuführen. Dies sei nun durch eine Fachfirma geschehen.

Harald Niemann (Pro Spaichingen) zitierte bei den Nachfragen einen anonymen Bürger. Dieser habe mit einem der Mitarbeiter der Baumschnittaktion gesprochen, der gesagt habe: „Wenn die Linden so geschnitten würden, wie es die Stadt verlangt, würden die Linden sterben.“ Bürgermeister Hans Georg Schuhmacher reagierte ungehalten: Er verwies noch einmal auf das Gutachten und die Tatsache, dass eine Fachfirma die Bäume zurückschneide. Wenn ein Bürger etwas zu beanstanden habe, dann solle er direkt zur Stadtverwaltung kommen, so Schuhmacher: „Das Rathaus ist nicht im Industriegebiet bei der Firma Niemann, sondern hier am Marktplatz.“

Nach Ansicht Niemanns hat Heinrich Staudenmayer (Freie Wähler) in einem Facebook-Post entgegen den geltenden Regeln Teile aus einer nicht-öffentlichen Gemeinderatssitzung öffentlich gemacht. Er könne nicht alle Facebook-Posts von Stadträten kontrollieren, so Bürgermeister Schuhmacher. Niemann solle ihm den entsprechenden Facebook-Post bitte zuschicken, dann werde er ihn von Amts wegen prüfen.

Daniel Kupferschmid (CDU) sprach die Verkehrssituation an der Einmündung der Sallancher Straße in die Schuraer Straße an, wo sich durch die derzeitige Baustellen-Umleitung das Verkehrsaufkommen stark erhöht hat. Er fragte nach, ob die Stadt hier eine Ampelanlage aufstellen könnte. Man wolle die Situation ein, zwei Wochen beobachten, so Ordnungsamtsleiter Tobias Schuhmacher. Sollte es hier Probleme geben, so wäre in der Tat eine Ampel „die einzig mögliche Lösung“. Man habe auch schon drei Angebote für Ampelanlagen eingeholt und könne so kurzfristig reagieren.

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