St. Michael feiert mit Popcorn und Rollenspiel

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 Der Kindergarten St. Michael feierte am Samstag sein 50jähriges Bestehen mit einem großen Sommerfest.
Der Kindergarten St. Michael feierte am Samstag sein 50jähriges Bestehen mit einem großen Sommerfest. (Foto: Moni Marcel)
Moni Marcel

Mit einem Festgottesdienst und einem Sommerfest hat der Kindergarten St. Michael am Samstag sein 50jähriges Bestehen gefeiert. Zunächst trafen sich Eltern, Kinder und Erzieherinnen in der evangelischen Kirche, wo Pfarrer Johannes Thiemann zusammen mit Pastoralreferent Thomas Blessing von der katholischen Kirche einen ökumenischen Gottesdienst unter dem Motto „Lasset die Kinder zu mir kommen“ zelebrierten. Die Kinder selbst zeigten dabei das Rollenspiel „Der selbstsüchtige Riese“ und hatten auch einen Tanz einstudiert. Danach traf man sich im Kindergarten selbst, wo Leiterin Maria Stitzenberger den Familien das katholische Schulwerk als Träger der Einrichtung vorstellte.

Danach wurde gefeiert: Ein Marionetten-Puppentheater zeigte die goldige Geschichte vom alten Petterson und wie er zu seinem sprechenden Kater Findus kam. Die Kinder durften sich schminken lassen, und auch eine Spielstraße gab es, bei der die Teilnehmer mittels Laufkarte zeigen konnten, dass sie an allen Stationen teilgenommen hatten, mit der sie dann wiederum an einer Verlosung teilnehmen konnten. Kaffee, Kuchen, Popcorn, Zuckerwatte und Eisstand: Es war für alles gesorgt, und auch für Wetterkapriolen: „Wir sind voll drauf eingestellt, dass es regnet“, betonte Maria Stitzenberger.

Und das war auch gut so, denn prompt ging am Nachmittag ein Gewitterregen nieder. Eingeweiht wurde mit dem Sommerfest auch die neu gestaltete Eingangshalle. Zusammen mit dem katholischen Schulwerk wurde aus dem eher düsteren Raum mit Teppichboden ein hell und freundlich gestalteter Mehrzweckraum, der für Veranstaltungen dienen kann, aber auch als Spielbereich. Dafür haben die Erzieherinnen mobile Garderoben entworfen, deren Rückseite zum Spielen genutzt wird, so können variable Spielecken gestaltet werden. Auch eine Kletterecke gibt es hier, bei der die Kinder neue Perspektiven, aber auch ihre eigenen Fähigkeiten entdecken können.

Der St. Michael-Kindergarten in der Rupert-Mayer-Schule wurde im Jahr 1969 gegründet, damals waren es drei Vorschulgruppen für Kinder ab fünf Jahren, eng vernetzt mit der Schule selbst. Nach einer Versuchsphase von 1972 bis 1977 wurden ab 1978 auch Kinder ab drei Jahren aufgenommen. Der „Modellkindergarten“ mit seinem Fokus auf frühkindliche Bildung statt reinem Bewahren und einem guten Angebot an Räumen, Medien und Spielmaterial fand großen Anklang und hatte für viele andere Einrichtungen Vorbildfunktion. Heute werden im Kindergarten St. Michael 85 Kinder ab einem Jahr von 17 Erzieherinnen betreut, es gibt ein Ganztagesangebot und Betreuung für Schulkinder bis 13 Jahre.

Maßgeblich für die Arbeit des Kindergartens ist das pädagogische Konzept von Maria Montessori: „Ich darf sein, der ich bin und werden, der ich sein kann“, dazu kommen die Elemente das Marchtaler Plans mit ganzheitlicher religiöser und sozialer Erziehung, Natur- und Sachbegegnung, sprachliche Erziehung, manuelles Gestalten, rhythmisch-musikalischer und Bewegungserziehung. Dazu kommt auch heute noch die enge Vernetzung mit der Rupert Mayer-Schule, zu der Besuche in der Mediathek oder gemeinsames Schwimmen mit den Schülern gehören.

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