Spender retten schwer kranke Menschen

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 Die Blutspender. Alfons Heim, 3. v. li., war Spitzereiter mit 75 spenden. Rechts Bürgermeister Hans Georg Schuhmacher, daneben
Die Blutspender. Alfons Heim, 3. v. li., war Spitzereiter mit 75 spenden. Rechts Bürgermeister Hans Georg Schuhmacher, daneben die stellvertretende DRK Gruppenleiterin Raphaela Krumholz und Julia Berek. (Foto: Herlinde Groß)
Herlinde Groß

In würdigem Rahmen hat die Blutspenderehrung im Rathaus Spaichingen stattgefunden. Dabei wurde Alfons Heim als Spitzenreiter für 75-maliges Spenden geehrt.

Bürgermeister Hans Georg Schuhmacher richtete zusammen mit der stellvertretenden Vorsitzenden der DRK-Gruppe Raphaela Krumholz und der Kassiererin Julia Berek die Bitte an die Spender, weiterhin so oft wie möglich jeden Spendertermin wahrzunehmen.

Leider sei ein großer Rücklauf an Spendern zu beobachten, obwohl der Bedarf steige, vor allem bei älteren Menschen. Der bisherige Spenderstamm nehme von Jahr zu Jahr ab, da ab 73 Jahren kein Blut mehr gespendet werden kann. Doch der Nachwuchs an jungen Spendern lasse sehr zu wünschen übrig. „Deshalb ist Spenderwerbung sehr wichtig“ bestätigt Raphaela Krumholz. Der nächste Termin stehe bereits am 9. November 2018 wieder an.

Der Kreis Tuttlingen könne sich als Spitzenreiter bezeichnen, denn 2017 wurde 8543 Mal Blut gespendet, davon in Spaichingen 805 Mal. Bei jeder Blutspenderaktion nehmen rund 185 Spender teil, informierte Raphaela Krumholz. In den Sommermonaten sei die Spendenfreudigkeit nicht so groß, was in den Herbst- und Wintermonaten wieder aufgeholt werde.

Laut Statistik bräuchten fast 80 Prozent der Menschen eine Blutspende, informierte Bürgermeister Hans Georg Schuhmacher. 19 Prozent werde von Krebspatienten gebraucht, für Erkrankungen an Herz, Magen und Darm werden 16 Prozent benötigt und für Sportunfälle zwölf Prozent. Für viele weitere Krankheiten und Beschwerden werde ebenfalls Blut benötigt.

Dank dieser modernen Transfusionsmedizin sei es möglich, schwere Operationen und vor allen Dingen Organübertragungen durchzuführen, sagte Raphaela Krumholz, die im elften Semester Medizin studiert.

Für zehnmaliges Blutspenden gab es die Ehrennadel in Gold mit einer Urkunde und Wein zusammen mit dem Heimatbrief für Dirk Eckstein, Ahmet Gürcü, Viktor Hack, Petra Schaaf, Andreas Schneider, Christof Wanke, Simone Weißhart und Michael Würtz. Mit der goldenen Ehrennadel mit goldenem Lorbeerkranz und der Zahl 25 wurden für 25 Spenden ausgezeichnet Friedrich Götz, Katharina Hermle, Annie Mühleck, Michael Neumann, Gabriele Polzer und Sonja Roos-Braun. Dazu gab es von der Stadt zwei Flaschen Wein zur Stärkung. Mit einem Geschenkkorb von der Stadt, der Ehrennadel in Gold mit goldenem Eichenkranz und der Zahl 50 wurden Martin Boy und Heidi-Magdalena Hirsch für 50 Mal Blutspenden geehrt. Eine besondere Ehrung wurde zum Schluss Alfons Heim für 75 Blutspenden zuteil.

In netter Runde erzählten die Blutspender einem Imbiss über Begebenheiten aus ihrem „Spenderleben“, während die zwei DRK-Abgeordneten aus ihrer Arbeit berichteten.

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