Spaichingerin trainiert für Ninja-Auftritte

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Frau trainiert
Tatjana Holz braucht viel Kraft im Training. (Foto: Kevin Rudner)
Crossmedia-Volontärin

Klettern, springen, sich von Stange zu Stange hangeln: Wer bei der Sendung Ninja Warrior ans Ziel kommen will, muss körperlich absolut fit sein. Tatjana Holz aus Spaichingen hat an der Wettkampfsendung teilgenommen und ist ins Halbfinale gekommen. Eigentlich hatte sie wegen ihrer Rückenprobleme begonnen, regelmäßig zu trainieren.

Tatjana Holz ist konzentriert. Sie steht in einer Boulderhalle in Villingen-Schwenningen und bereitet sich auf ihren nächsten Sprung vor. Über ihr hängen Stangen, Seile und Bälle, an denen sie sich entlanghangeln kann. Tatjanas Hände sind mit weißem Kalk-Puder bedeckt, ihre Haare sind zu einem lockeren Zopf zusammengebunden. Die 30-Jährige nimmt Anlauf, springt in die Höhe und greift in der Luft nach einer Stange, die waagrecht an der Decke hängt. Sie hält sich mit beiden Händen sicher daran fest, hebt die Beine und nimmt Schwung auf. Ein, zwei, drei Mal - so lange, bis sie nah genug an der nächsten Stange ist. Ein kurzer Sprung und die nächste Hürde ist genommen.

Bei einem solchen Sprung braucht Tatjana Holz viel Kraft.

Was von weitem einfach aussieht, verlangt in Wirklichkeit viel Training und Kraft ab. Die Stange ist drehbar, mit nur einer Hand kann sich ein Laie kaum daran festhalten. „Griffkraft ist super wichtig, wenn man bei Ninja Warrior mitmacht“, erklärt Tatjana Holz. Sie hat vor kurzem an der RTL-Wettkampfsendung teilgenommen. Bei der Sendung müssen die Teilnehmer einen Parcours durchlaufen und Hindernisse überwinden.

„Die Aufregung war groß“

„Ich war natürlich mega aufgeregt. Da sind so viele Zuschauer und tausend Kameras von links, rechts, oben und unten. Die Aufregung ist auf jeden Fall groß“, sagt die 30-Jährige. Die erste Runde schafft Tatjana Holz ohne Probleme. Sie geht als stärkste Frau ins Halbfinale. Das Gefühl weiterzukommen sei für sie unbeschreiblich gewesen: „Das war ein mega Gefühl. Vor allem weil so viele gute Athleten dabei waren, die eigentlich ein bisschen mehr Erfahrung haben als ich.“, sagt sie. Im Halbfinale schafft es Tatjana aber dann nur bis zur Hälfte des Parcours. An einer Stelle greift sie überkreuzt, verliert den Halt und fällt ins Wasser. Damit scheidet sie aus. „Hätte ich anders gegriffen, wäre es vielleicht anders gelaufen. Dafür, dass ich aber das erste Mal bei Ninja Warrior war, hat es gut geklappt.“

Tatjana Holz bei Ninja Warrior Germany.

Training gegen Rückenschmerzen

Seit knapp einem Jahr bouldert die Anwendungstechnikerin. Vor allem die Griffkraft übe sie damit. Ende März habe sie das erste Mal an einem Ninja-Wettkampf in Zürich teilgenommen. „Das war der Neustart. Die Hindernisse dort waren echt heftig. Da dachte ich, warum hab ich mich überhaupt angemeldet?“, sagt die 30-Jährige. Seitdem trainiert sie auch Sprünge und Balance. Oft in der Boulderhalle UpJoy in Villingen-Schwenningen. Drangeblieben ist sie, weil das Bouldern ihrem Rücken guttut. „Ich hatte davor eine OP am Rücken. Danach hatte ich Schmerzen. Bouldern ist das einzige, was gegen die Rückenschmerzen hilft“, sagt Tatjana Holz.

Tajana Holz an der Kletterwand. (Foto: Kevin Rudner)

Auch in Zukunft will die 30-Jährige an Ninja-Wettkämpfen teilnehmen. „Im Dezember sollte in Köln einer stattfinden. Da würde ich mitmachen, falls es von der Zeit her passen sollte“, sagt Tatjana Holz. Damit sollte sie für den nächsten Auftritt bei Ninja Warrior Germany gewappnet sein. Sie möchte wieder an der Sendung teilnehmen. „Ich hoffe natürlich, dieses Mal ins Finale zu kommen“, sagt sie.

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