Spaichinger Verein hilft Schülern in Tansania zur Berufsausbildung

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Vorsitzende Claudia Riester hat sich in Tanzania davon überzeugt, dass die Hilfe ankommt.
Vorsitzende Claudia Riester hat sich in Tanzania davon überzeugt, dass die Hilfe ankommt. (Foto: Vision fpr Tanzania)
Schwäbische Zeitung
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Spaichingen (pm/sz) - Der Verein Vision for Tanzania hat in seiner Hauptversammlung auf Antrag die geplanten Vorstandswahlen verschoben, da zwei wichtige Vorstandsmitglieder berufsbedingt nicht an der Sitzung teilnehmen konnten. Nach kurzer Aussprache wurde dafür ein Termin zum Jahresende festgelegt.

Im Rückblick auf das vergangene Jahr konnte Claudia Riester mitteilen, dass nach der Schließung und Auflösung des mitbetreuten Waisenhauses alle 36 Kinder in verschiedenen Internaten untergebracht werden konnten. Mit bereits 20 neuen Patenschaften konnte dabei auch ein wichtiger Beitrag zur Finanzierung gesichert werden.

Allerdings benötigt der Verein für jedes Kind je zwei Sponsoren, da neben dem Schulgeld auch die Unterbringung bezahlt werden muss. Die verbleibende Summe wurde wiederum durch Spenden aufgebracht.

Ein Höhepunkt war auch in diesem Jahr wieder das Benefizkonzert, das der Verein mittlerweile überörtlich bekannt gemacht hat. Ein weiteres Konzert findet voraussichtlich im Oktober statt, und für den 22. März 2020 ist wieder das Konzert im Gewerbemuseum fest terminiert.

Bei ihrer Arbeitsreise Mitte Juni konnte sich Claudia Riester von der ordnungsgemäßen Verwendung der Mittel überzeugen. Die Vertrauenspersonen des Vereins vor Ort, Joyce „Mama“ Semiono und Matthew Massawi, unterstützen die Arbeit des Vereins unermüdlich.

Zwei Beispiele, wie das gespendete Geld zum schulischen Erfolg führen kann, die Riester schilderte, sind Edward, der seine Ausbildung zum Community Healthworker (Krankenpfleger und Laborassistent) erfolgreich abschließen konnte, und Nwagala, der seine Mittlere Reife so hervorragend abgeschlossen habe, dass er nun weiter auf eine Special School gehen darf, um dort das Abitur zu machen.

Bei einem Besuch der „Rose Academy“, einem privaten Internat für Grundschulkinder, konnte sich Riester davon überzeugen, dass die jüngsten 15 der 36 ehemaligen Waisenkinder sehr gut versorgt und untergebracht sind.

Schwäbische Zeitung unterstützt

Einen Dank sprach sie auch der Schwäbischen Zeitung aus, die den Verein Visions for Tanzania wiederholt zur Weihnachtsspendenaktion vorgeschlagen hat. Die Spende von rund 3000 Euro soll wieder an die Moshi Technical School zum weiteren Ausbau der Bibliothek gehen. Derzeit wird noch mit dem Rektor der Schule, Erasmus Kyara, das weitere Konzept ausgearbeitet.

Zum Abschluss der Sitzung stellte Kassierer Heinrich Staudenmayer den Finanzbericht vor. Er konnte eine stabile und erfreuliche Entwicklung aufzeigen. „Dennoch“, so Staudenmayer, „muss es unser Ziel sein, die Schulgelder für unsere Kinder möglichst durch direkte Patenschaften zu sichern, damit Ihre Spenden für weitere Schul- und Bildungsprojekte bereitgestellt werden können“. Als Beispiel hierfür nannte er die weitere Unterstützung besonders engagierter Schüler bei ihrer Berufsausbildung. Wie zum Beispiel Furaha, die als Elektrikerin nun ein geregeltes Einkommen hat.

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