Spaichinger Schützen modernisieren ihre Sportstätte

 Schützenmeister Alexander Schaab (links) und Oberschützenmeister Michael Wernick (rechts) Josef Tritschler, Dieter Pehling,
Schützenmeister Alexander Schaab (links) und Oberschützenmeister Michael Wernick (rechts) Josef Tritschler, Dieter Pehling,
Schwäbische Zeitung

Auch wenn nur ein knappes halbes Jahr lang trainiert und geschossen werden konnte – vor allem der Bautrupp ist im zurück liegenden Jahr rührig gewesen. Das berichtete Schützengesellschaft-Oberschützenmeister Michael Wernick bei der Hauptversammlung.

Wernick erläuterte, so der Bericht des Vereins, den Anwesenden die Aktivitäten der Vorstandschaft sowie der Baugruppe, die in unzähligen Arbeitsstunden das Vereinsgelände in Schuss gehalten sowie geplante Neu- und Umbauarbeiten durchgeführt hatten.

So konnte die digitale Zielerfassung der Luftgewehrstände fertig gestellt und die 100 Meter-Großkaliberbahnen auf Geschossfangtrichter umgebaut werden. Mit der Umrüstung der Kugelfänge auf den restlichen Gewehrbahnen wurde bereits begonnen. Somit trage die Schützengesellschaft Spaichingen auch aktiv zum Umweltschutz bei.

Wernick bedankte sich bei allen Vorstandsmitgliedern und den ehrenamtlichen Helfern für ihren Einsatz, mit dem sie dafür sorgten, dass der Spaichinger Verein über eine der größten und modernsten Schießstätten im süddeutschen Raum verfüge. Besonders hob der Oberschützenmeister die Zusammenarbeit mit der örtlichen Waffenbehörde und der Stadtverwaltung hervor.

Die Berichte von Sportleiter Erik Balke, Jugendwart Lutz Herzer und Schriftführerin Susanne Wernick fielen aufgrund der pandemiebedingten reduzierten Vereinstätigkeit in diesem Jahr relativ kurz aus. Nicht so der Kassenbericht von Schatzmeisterin Renate Haller. Die hohen Ausgaben des Umbaus und schließungsbedingte Mindereinnahmen beim Schießbetrieb rissen ein tiefes Loch in die Vereinskasse. Zuschüsse aus Landesmitteln seien wohl erst im kommenden Jahr wieder zu erwarten, was für die geplanten weiteren Maßnahmen auch unerlässlich sei.

Hannelore Lange, die erst vor wenigen Wochen das Amt der Landesoberschützenmeisterin nach 16 Jahren abgab, erbat nach einer kurzen Laudatio die Entlastungen. Bürgermeister Markus Hugger, der terminbedingt erst jetzt dazu stoßen konnte, sparte in seinem Grußwort ebenfalls nicht mit Lob für die Leistungen des Vereins im vergangenen Jahr.

Bei den Wahlen wurde Alexander Schaab „mit überragender Mehrheit“, so der Vereinsbericht, als neuer 2. Vorsitzender ermittelt, nachdem Schützenmeister Ulrich Müller sein Amt berufsbedingt zur Verfügung gestellt hatte. Neuer Gerätewart wurde David Klaut, sein Stellvertreter Alexander Huck. Mit Dennis Weiler und Maximilian Müller wurden die stellvertretenden Schatzmeister und Jugendwarte gewählt. Als zweiter Sportleiter wurde Günter Laub bestätigt. Dieter Mack wurde neuer Beisitzer, Ulrich Müller Datenschutzbeauftragter und Willi Tettmann Kassenprüfer.

Einstimmig beschlossen die Mitlgieder die neue Satzung nach Datenschutz-Grundverordnung sowie eine Änderung: Mitglied der Schützengesellschaft Spaichingen kann fortan nur werden, wer mit dem Mitgliedsantrag ein eintragsfreies Polizeiliches Führungszeugnis vorlegt.

Mit der Ehrung zweier verdienter Mitglieder führten Oberschützenmeister Wernick und sein neuer Schützenmeister Alexander Schaab die Versammlung fort. Dieter Pehling und Josef Tritschler wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt und je mit einer Urkunde und einem Geschenkkorb bedacht. Beide hätten sich über 30 Jahre „uneigennützig und in beispielloser Hingabe“ für den Verein verdient gemacht.

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