Spaichinger Schüler erforschen die Prim

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 Die Kinder sammelten an der Prim Pflanzen und Tiere, die sie dann im Ökomobil buchstäblich unter die Lupe nahmen.
Die Kinder sammelten an der Prim Pflanzen und Tiere, die sie dann im Ökomobil buchstäblich unter die Lupe nahmen. (Foto: Rupert-Mayer-Schule)
Schwäbische Zeitung

Das Entdecken und Erforschen des Spaichinger „Heimatgewässers“, der Prim, ist jüngst auf dem Stundenplan der E-Klassen der Rupert-Mayer-Schule gestanden.

Das Ökomobil, so erläutert die Rupert-Mayer-Schule in ihrer Pressemitteilung, ist ein rollendes Naturforscherlabor, das seit fast 30 Jahren im Dienst des Landes Baden-Württemberg unterwegs ist. Die Biologin Angelika Schwarz-Marstaller und ihre Assistentin Sophia, die ein FÖJ (Freiwilliges Ökologisches Jahr) absolviert, sind „im Auftrag des Naturschutzes“ unterwegs, um Schülern die Natur vor ihrer Haustür näher zu bringen.

Umgebauter Lastwagen dient als Labor

In dem umgebauten Lastwagen befinden sich Tischgruppen für 23 kleine Forscher. Hier kann mikroskopiert, bestimmt, gezeichnet und nach getaner Arbeit auch das Pausenbrot genossen werden.

Primufer eignet sich als Forschungsstandort

Der Standort für die Forschungen der Rupert-Mayer-Schüler war das Primufer hinter der Davidsmühle im Ortsteil Hofen. Mit dem engagierten Team des Ökomobils lernten die Erst- und Zweitklässler die Pflanzen der angrenzenden Wiese, sowie die Tiere im Gewässer kennen.

Geheimnisse der Natur

Zunächst bekamen die Schüler den Auftrag, in der näheren Umgebung bestimmte Pflanzen zu sammeln. Bei der Betrachtung unter der Stereolupe offenbarten die Gewächse viele spannende Geheimnisse: Da konnte man die Brennhaare der Brennnessel, die Stachelborsten des Klettenlabkrauts oder die Duftkapseln des stinkenden Storchenschnabels entdecken.

Heilmittel Brennessel

„Wer traut sich, eine Brennnessel zu streicheln?“- Kein Problem, wenn man weiß, wie! Den Streicheltrick und welches Kraut gegen die Quaddeln hilft, wenn man sich doch mal gebrannt hat, fanden die Kinder sehr spannend.

Anschließend durften die Kinder mit Becher, Haushaltssieb und Pinsel in die Prim steigen und unter Steinen und zwischen dem Bewuchs am Ufer nach kleinen Wassertieren Ausschau halten. Erstaunlich, wie viele verschiedene Tiere schon nach kurzer Zeit gefunden waren.

Im Ökomobil konnten die Kinder die Tiere unter der Lupe betrachten und versuchen, sie zu bestimmen.

Kinder setzten Tiere wieder in die Natur zurück

Die Schüler der E-Stufe sind nun Experten für Flohkrebse, Strudelwürmer, Eintagsfliegenlarven, Köcherfliegenlarven, Rollegel, Zuckmückenlarven, Wasserskorpione und vieles mehr. Mit dem Zurücksetzen der Tiere in die Prim ging ein spannendes und erlebnisreiches Projekt zu Ende.

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