Spaichinger erinnern an historisch bedeutsames Datum

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 Eine Gedenkveranstaltung findet am 9. November vor dem Martin-Luther-Haus statt.
Eine Gedenkveranstaltung findet am 9. November vor dem Martin-Luther-Haus statt. (Foto: Archiv: Zdenko Merkt)

Am kommenden Freitag, 9. November, sind alle Spaichinger eingeladen, um 19 Uhr an einer Gedenkveranstaltung vor dem Martin-Luther-Haus teilzunehmen. Anlass ist die Wiederkehr des historisch bedeutsamen Datums, an dem zum Beispiel vor 80 Jahren die Hetzjagd auf die jüdische Bevölkerung Deutschlands mit der Reichspogromnacht einen grausamen Höhepunkt erfuhr, und an dem vor 29 Jahren die Berliner Mauer fiel.

In diesem Jahr nun ließ sich die Vorbereitungsgruppe, bestehend aus Vertretern der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde sowie der Initiative KZ-Gedenken in Spaichingen, vom Thema der Ökumenischen Friedensdekade leiten, die 2018 die Überschrift „Krieg 3.0“ trägt.

Das Thema nimmt laut Pressemitteilung auf, wo sich „aktuell in der Welt der Unfriede breit macht und hartnäckig hält, wo friedliches Zusammenleben gefährdet und verletzt wird – und das nicht nur in den Kriegsgebieten, wo Bomben fallen und Menschen leiden und sterben, sondern auch im Kleinkrieg zwischen Menschen auch in unserem Land“.

Und weiter: „Dieses in den Blick zu nehmen, nicht vorbeizuschauen, sondern sich den Tatsachen stellen – sich auch erinnern und erinnern zu lassen – das wird als wichtige Voraussetzung gewertet, um Schritte aufeinander zu zumachen, dem Hass und der Fremdenfeindlichkeit zu wehren, um den Frieden zu wagen, um Verantwortung für ein friedliches Miteinander zu übernehmen.“

Die Feier dauert etwa eine halbe Stunde und an ihrem Ende wird eine Tafel am Martin-Luther-Haus enthüllt, die als Kulturerbesiegel die grenzüberschreitende deutsch-französische Erinnerungs- und Friedensarbeit auszeichnet, die Gruppierungen wie die Initiative KZ-Gedenken in Spaichingen leisten. In Spaichingen war eines der 14 Außenlager des Stammlagers Natzweiler-Struthof, in dem insgesamt 52 000 Menschen inhaftiert waren.

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