Selbstverwaltete Jugendräume „schwierig“

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Die Jugendarbeit des Jugendreferats Heuberg wird seit dem Jahr 2017 durch das Erzbischöfliche Kinderheim „Haus Nazareth“ in Sig
Die Jugendarbeit des Jugendreferats Heuberg wird seit dem Jahr 2017 durch das Erzbischöfliche Kinderheim „Haus Nazareth“ in Sigmaringen (Foto) durchgeführt. (Foto: Michael Hescheler)
Schwäbische Zeitung
Bianka Roith

Der Verwaltungsrat des Gemeindeverwaltungsverbands Heuberg hat im Verbandsgebäude in Wehingen getagt. Zu Gast war Anton Abt vom Kinderheim Haus Nazareth.

Auf Wunsch von Konstantin Braun, Bürgermeister von Königsheim und Kolbingen, erläuterte der Sozialpädagoge nochmals genau das Betreuungskonzept für die Jugendlichen. Sämtliche Jugendräume werden mit dem gleichen Konzept geführt. Zuvor sei aber abgefragt worden, was die Gemeinden möchten. Daraus haben die Verantwortlichen das Betreuungskonzept gestrickt.

Bürgermeister Konstantin Braun habe jedoch betont, er wolle, dass die Jugendräume weiterhin in Selbstverwaltung geführt werden. „Das ist gefährlich“, so Anton Abt. Denn in den anderen Gemeinden entstand Kontakt zu den Jugendlichen. Und die Angebote in Kolbingen und Königsheim seien fast nicht angenommen worden. „Beide Jugendräume in Selbstverwaltung, das ist schwierig.“ Anton Abt schlug vor, dass der Abend in Kolbingen von einem Kollegen, nämlich Gunther Roth, abgedeckt werde und tagsüber seine Kollegin, Sabrina Eppler, dort sei.

Sabrina Eppler möchte gehen

Doch Sabrina Eppler möchte gerne den Arbeitsplatz wechseln und nicht mehr in verschiedenen Gemeinden arbeiten. Sie möchte zum neuen Schuljahr gehen, weshalb es gelte, umzudenken. Anton Abts Vorschlag: Eine Auszubildende, die den Theorieteil abgeschlossen und jetzt ein Praxisjahr vor sich hat, einzusetzen. Ob diese dann hier bleibt, könne er nicht sagen. „Ich habe keine Glaskugel, und der Markt ist sehr in Bewegung.“

Darüber hinaus sei er aber auch im Gespräch mit den Rektoren, um Angebote für schwierige Klassen zu etablieren.

Der Vorsitzende des Verwaltungsrats, Gerhard Reichegger, der Bürgermeister von Wehingen, bat Anton Abt, mit Sabrina Eppler ins Gebet zu gehen, damit sie vielleicht doch bleibt. „Bisher lief es ganz gut in den Gemeinden.“

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