Schulsozialarbeit braucht eigene Stelle

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Großes Lob und einen Gutschein gab es von Bürgermeister Hans Georg Schuhmacher für die erfolgreichen Nachwuchsmusiker.
Großes Lob und einen Gutschein gab es von Bürgermeister Hans Georg Schuhmacher für die erfolgreichen Nachwuchsmusiker. (Foto: Regina Braungart)
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Der ursprüngliche Plan, die Stadtjugendreferentin im Bereich Schulsozialarbeit vornehmlich einzusetzen, lässt sich so nicht halten. Darüber wurde der Verwaltungsausschuss am Montagabend von der neuen Stadtjugendreferentin Antje Wiedmann-Bornschein informiert. Die vakante Schulsozialarbeiterstelle sei ausgeschrieben, die Wunschkandidatin einer ersten Bewerberrunde habe leider abgesagt, so Bürgermeister Hans Georg Schuhmacher.

Wiedmann-Bornschein berichtete über die ersten Monate ihrer Amtszeit als Stadtjugendreferentin. Sie ist seit Januar im Dienst. Sie habe in Gymnasium und Realschule vereinbart, dass sie Einzelfallbetreuung übernehme. Also dann, wenn einzelne Schüler verstärkte Probleme hätten, Mitschüler sich um andere Mitschüler sorgten, etwa, wenn es um Drogen und das Verschicken von Nacktbildern oder Mobbing und ähnliches gehe. Projektarbeit im eigentlichen Sinn lasse die Arbeitszeit einer einzigen Stelle nicht zu.

Sich in bestehende Netzwerke einklinken, das Aufwerten der Räume im Franziskushaus, Kontakte aufbauen, Öffentlichkeitsarbeit seien die wesentlichen Punkte, die sie angegangen habe. Außerdem wolle sie, dass andere Institutionen wie der Jugendmigrationsdienst oder das Netzwerk international Sprechstunden im Stadtjugendreferat anbieten können. Die Umgestaltung der Räume sei dank Einsatzes einer 450-Euro-Kraft nicht teuer gewesen, werde durch Reste aus dem Budget gedeckt und falle daher nicht im laufenden Haushalt an, so Stadtkämmerer Christian Leute und Bürgermeister Schuhmacher auf Anfrage von Marcel Aulila (FDP).

Bisher sei nur an einem Nachmittag das Jugendreferat zuverlässig offen, nämlich von 13.30 bis 17.30 Uhr. Was mit dem Konzept der selbst verwalteten Jugendräume sei, fragte Marcel Aulila. Wiedmann-Bornschein sagte, dass sie die Räume wegen ihrer Lage und ihres Zuschnitts ideal finde, denn so könnten in verschiedenen Räumen verschiedene Gruppen sein, selbst wenn sie sich nicht ganz so gut leiden könnten. Generell sei zu beobachten, dass auch Jugendliche eher zu Projektengagement übergehen, statt sich langfristig in Verantwortung zu begeben.

Walter Thesz (SPD) bat darum, zu den Jugendlichen zu gehen, dort wo sie seien, nämlich an der Schlüsselwiese, am Rewe-Pakplatz, am Marktplatz. Und Kerstin Scheffler (CDU) fragte nach Unterstützung auch für Kinder aus bildungsferneren Bevölkerungsteilen.

Bürgermeister Schuhmacher entgegnete: Man müsse zur Kenntnis nehmen, dass in Spaichingen die Welt noch in Ordnung sei, viele Jugendliche würden in Vereinen aufgenommen und gebunden. Der städtische Ordnungsdienst habe mit 20 bis 30 Jugendlichen draußen zu tun. Zusätzlich gehe es um rund 30 Jugendliche, die sich beschwerten, dass in Spaichingen nichts los sei. Es gehe bei der Frage also um 60 bis 70 Jugendliche.

Auf Anfrage von Heinrich Staudenmayer (FW) sagte Schuhmacher, dass er zuversichtlich sei, die Schulsozialarbeiterstelle zu besetzen. „Der Markt erholt sich.“

Stadt ehrt Nachwuchsmusiker

Für ihre ersten Preise beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“, meist mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb, hat Bürgermeister Hans Georg Schuhmacher sieben Spaichinger Kinder und Jugendliche geehrt. Johann Maier (Tenorhorn), Jakob Maier (Querflöte), Benjamin Fehrenbacher (Trompete), Samuel Fehrenbacher (Klavier), Samuel Schnepf (Schlagzeug Ensemble), Hannes Bähr (Schlagzeug Ensemble) und Robin Märkle (Schlagzeug Ensemble) bekamen nicht nur jeder einen Sonderapplaus des Verwaltungsausschusses und großes Lob des Bürgermeisters, sondern auch einen Gutschein und eine Mütze. (abra)

Freibad doch ab sieben Jahren allein besuchen

Für Irritation hatte in den vergangenen Tagen gesorgt, dass Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren vom Schwimmmeister des Spaichinger Freibads wieder weggeschickt wurden. Denn in der Badeordnung steht, dass Kinder ab sieben Jahren ohne Begleitung ins Bad dürfen, wenn sie schwimmen können. Auf Anfrage von Angela Kreutter sagte Bürgermeister Schuhmacher, dass der Schwimmmeister von einer falschen Annahme ausging und einen Fehler gemacht habe. Das sei bereinigt. Auch die Verlängerung der Grillzeiten an zwei Grillplätzen von 22 auf 24 Uhr werde umgesetzt. Die Schilder würden ausgetauscht, versicherte er auf Frage von Kreutter. (abra)

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