Schuhmuckl plant Musicalprojekt

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 Die neue Vorstandschaft des Vereins „Schuhmuckl“ stellt sich den Herausforderungen, um bedürftige Kinder in Kolumbien zu unters
Die neue Vorstandschaft des Vereins „Schuhmuckl“ stellt sich den Herausforderungen, um bedürftige Kinder in Kolumbien zu unterstützen (von links): Franz Schuhmacher, Stefan Schuhmacher, Sabine Schuhmacher und Magnus Schuhmacher (Kassierer Dudu Uluranli fehlt auf dem Foto). (Foto: Alois Groß)
Herlinde Groß

Was engagierte Mitglieder und ein hohes Spendenaufkommen alles bewirken können, das hat die Hauptversammlung des Vereins „Schuhmuckl“ im „Engel“ gezeigt. Gleichzeitig feierten die Mitglieder das zehnjährige Bestehen ihres Vereins, der bedürftige Kinder und Jugendliche in Kolumbien unterstützt.

Für das Jahr 2020 hat sich der Verein einiges vorgenommen mit der Weiterführung des erfolgreichen Konzepts des Förderzentrums in Cartagena sowie die Beibehaltung der grundlegenden Projekte und Abläufe in Bogota. 2020 soll ein neues wichtiges Projekt entstehen: „Erste Hilfe“. Da kaum medizinische Notfall-Betreuung in der Nähe ist, wobei Kosten für Krankenhaus und Medizin sehr hoch sind.

Mit Magnus Barthle aus Schwäbisch Gmünd soll ein Musicalprojekt 2020/2021 im Förderzentrum entstehen, um einerseits der Musik- und Bewegungsfreude zu entsprechen und andererseits mit den Kindern eine Perspektive für die Zukunft aufzubauen. „Nicht vergessen werden darf natürlich die weitere Suche nach Projektpartnern in Kolumbien und Deutschland“, meinte Stefan Schuhmacher.

Die Wahlen brachten einige Veränderungen. Neuer Kassierer wurde Dudu Ulucanli, und neue Schriftführerin ist Sabine Schuhmacher. Lea Schuhmacher übernahm die Funktion für EDV und Internet. Der erste Vorsitzende Stefan Schuhmacher, sein Stellvertreter Magnus Schuhmacher und der Beisitzer Franz Schuhmacher wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Bereits bei der Gründung am 29. September 2009 hat sich der Verein zum Ziel gesetzt, bedürftige Kinder und Jugendliche in Kolumbien zu unterstützen, um ihnen eine Chance auf eine bessere Zukunft außerhalb der Slums zu ermöglichen. Dem Verein gehören zurzeit 153 Mitglieder an. Seit 2011 besitzt er zusätzlich aktuell 57 Essenspaten, sodass derzeitig als Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen und Essenspatenschaften rund 13 000 Euro pro Jahr verbucht werden können. Um die gestellten Aufgaben zu erfüllen, ist man jedoch auf weitere Spenden sehr angewiesen. „Wir sind sicher, dass jeder Euro direkt den bedürftigen Kindern und Jugendlichen in Kolumbien zu Gute kommt“, versicherten die beiden Vorsitzenden Stefan und Magnus Schuhmacher.

Die Haupttätigkeit der Vereinsarbeit besteht demzufolge in der aktiven Mitgliederwerbung und Spendensammlung, wobei die Kontaktaufnahme und -pflege zu deutschen und auch kolumbianischen Partnern einen gewissen Stellenwert besitzt, informierte Vorsitzender Stefan Schuhmacher. Kontakt aufgenommen wurde während der vergangenen zwei Jahre mit verschiedenen Vereinen wie dem Förderverein Dunstelkingen, „Eine Welt“ in Rottweil, über die Kolpingsfamilie Spaichingen zum Kolpingswerk Köln und zur Kolpingsfamilie in Kolumbien, die dort verschiedene Projekte betreut. Weiter ausgebaut wurde der Kontakt zu Charity-Clubs wie Lions und Rotary.

Als wichtigen Projektpartner in Deutschland nannte Schuhmacher die Missionsprokura Würzburg der Claretiner Missionare in Cartagena/Kolumbien. Über die Missionsprokura werde sichergestellt, dass die Spenden an die entsprechenden Stellen in Kolumbien kommen, also an das vereinsbetreute Förderzentrum in Cartagena, das von Luz Elena Jimenez geleitet wird. Auch zu den Werbeabteilungen verschiedener Firmen wurden Verbindungen aufgenommen, da von dieser Seite ebenfalls Spenden fließen.

Weiter wurden die Übernahme der Planung und Einführung von neuen Projekten sowie die Organisation von wichtigen Maßnahmen in Kolumbien das „Förderzentrum“ betreffend eingeleitet. Ein weiteres Standbein zum Erhalt von Spenden sind Vorträge bei Kirchen, Vereinen und sonstigen Gruppen. Einen großen Zeitaufwand forderte auch die Organisation und Begleitung von verschiedenen Aktionen wie Kuchenverkäufe, Flohmärkte, Nikolausaktionen, Mitwirkung bei Benefizveranstaltungen und Kalenderaktionen.

So konnte in den vergangenen zehn Jahren eine Spendensumme von über 500 000 Euro gesammelt werden, verkündete Stefan Schuhmacher voll Stolz. Gleichzeitig nannte er einige Anschaffungen während dieser Zeit, die aus den jährlichen Spendenüberweisungen nach Kolumbien von rund 50 000 Euro angeschafft wurden. So wurden an bedürftige Kinder für Mittagessen und Getränke über 250000 Euro ausgegeben, unter anderem für 30 Tonnen Reis, 15 Tonnen Gemüse 10 000 Hühner und 15 Rinder. 12 000 Schulhefte und Stifte sowie sonstiges Schulmaterial wurde angeschafft. Für den Besuch der Schule wurden 1000 Paar Schuhe und 1000 Schuluniformen gekauft. Dazu erhalten 15 Personen jedes Jahr eine Anstellung inklusive Sozialleistungen

Und immer wieder werden Besuche in Kolumbien durch die beiden Vorsitzenden notwendig, um hier nach dem Rechten zu sehen oder neue Projekte aufzugreifen. Diese werden natürlich aus der privaten Tasche bezahlt.

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