Schneeschuhverein feiert Familienfest

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Redaktionsleiterin

Was ist das Schönste an Familientreffen? Gemeinsam alte Bilder anschauen, sich gemeinsam erinnern, witzeln, jeden Einzelnen mit Namen suchen. Auf diese Weise ist der „Festakt“ zum 100-jährigen Bestehen des Schneeschuhvereins zum Familientreffen geworden.

Die Aula der Realschule war voll besetzt, als das Quintett der Stadtkapelle die Eurovisionsfanfare in die Reihen schmetterte und sogleich die Realschul-Vögel in der Volière zum Mitträllern anregte.

Das Thema „Familie“ zog sich denn auch durch den Abend. Vorsitzender Steffen May zeichnete die Geschichte des Vereins nach, die so facettenreich ist wie die Arten, Sport zu treiben: nordisch, alpin, Grasski, Nordic Walking, Gymnastik und vieles mehr. Alles getragen und flankiert durch die Einrichtungen, die man gemeinsam geschaffen hat.

Das sind die verschiedenen Versionen der Sprungschanze, die Skihäuschen und die Skihütte bis hin zum Skihang samt Liften und Flutlichtanlage. Unerlässlich auch die vielen, die sich – immer wieder von unten nachwachsend – um Skikurse, die Skischule, um Ausfahrten und Ausflüge, Wanderungen, gesellige Anlässe und vieles mehr bemühten.

Sogar literarische Abende

Es gab in den früheren Jahren sogar literarische Abende im Schneeschuhverein. Mays Rede war vor allem aber geprägt von Wertschätzung für die Gründer, seine Vorsitzenden, alle Funktionäre und Mitarbeitenden, die Sport-Asse, die auf Land- und Bundesebene und darüber hinaus erfolgreich waren und sind – er nannte so viele mit Namen. Sie nachzulesen gibt die durchdachte, detail- und erlebnisreiche Sonderausstellung im Gewerbemuseum gute Gelegenheit. „Die Liebe zum Wintersport, Gemeinsinn und die Freude an der Kameradschaft machen den Verein aus“, so May.

Zuvor schon hatte Bürgermeister Hans Georg Schuhmacher mit einigen netten Beobachtungen diesen familiären Aspekt betont. Etwa, dass bei Wanderungen für jedes Fitnesslevel gesorgt ist, damit alle Generationen der Familie mitmachen können. „Der Skiverein verändert sich und bleibt sich dennoch treu.“

Brodbeck ist seit 75 Jahren dabei

Weil es eine solche Seltenheit ist, in drei Vierteln der Existenz eines 100-jährigen Vereins Mitglied zu sein, gab es beim Festakt zwei besondere Ehrungen: Den Ehrenbrief für 75 Jahre Mitgliedschaft. Hans-Franz Rees konnte nicht dabei sein, aber Alex Brodbeck nahm Geschenk und Ehrung unter langem Beifall entgegen. Und es gab zahlreiche weitere Ehrungen (siehe Extra-Bericht).

Unendlich viel Arbeit hatten sich Richard Wenzler und Arno Winker beim Digitalisieren, Zusammenstellen und Kommentieren der Familienfotos gemacht. Diese waren betrachtenswert nicht nur für all jene, die die Akteure auf den teils tollen Sportbildern erkannten, sondern auch für andere: Richard Wenzler verknüpfte die historischen Aufnahmen immer auch mit Erläuterungen. So war die Präsentation denn auch ein Abriss der Stadtgeschichte, deren 100-jähriger Teil der Schneeschuhverein ist.

Die Geehrten

Geehrt wurden für 75 Jahre Alex Brodbeck, für 70 Jahre Wolfgang Hagen, Edwin Merkt und Carl Sauter, für 60 Jahre Rolf Bühler, für 40 Jahre Franz Frech und Marianne Remmele sowie für 25 Jahre Mitgliedschaft Helmut Gross, Magda Kühnle-Gross, Waltraut May, Andrea Merkt und Anton Kaiser.

Nicht dabei sein konnten Hans-Franz Rees (75 Jahre), Günther Hagen (70), Jörg Höfle, Adolf Marquart (50), Tanja Bader (40), Berthold Gulden (40), Robin Dietrich, Timo Dietrich, Elisabeth Blache, Michael Greidenweis (25).

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