Schüler erleben Siegfried hautnah

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Tino Leo beim Schauspielern. Er bindet die Schüler in das Stück ein.
Tino Leo beim Schauspielern. Er bindet die Schüler in das Stück ein. (Foto: Gymnasium Spaichingen)
Schwäbische Zeitung

Ist die Siegfriedsage ein verstaubtes Epos? Laut einer Pressemitteilung des Spaichinger Gymnasiums mitnichten. Tino Leo hat das Stück „Ich bin nicht Siegfried“ Schülern aus der siebten Klasse vorgespielt.

In dem Ein-Mann-Stück inszeniert Tino Leo in 45 Minuten die Sage des Helden Siegfrieds. Laut Gymnasium auf eine witzige und kurzweilige Art.

In der Geschichte gehe es um Siegfried, den König des Nibelungenlandes. Er gehört zu den größten deutschen Helden. Er wird nach dem Kampf mit einem Drachen (fast) unsterblich, da er in dessen Blut badet. Nur ein Lindenblatt verdeckt eine Stelle an seinem Rücken - ein Zufall, der ihm später zum Verhängnis wird. Das Heldenepos thematisiert Freundschaft, Liebe, Eifersucht und Rache und ist somit trotz seines Alters immer noch höchst aktuell.

Deshalb bearbeitete Tino Leo diesen Stoff schülergerecht und bringt ihn seit 2011 in die Schulen. Dabei spiele Leo, der auch als Autor und Sprecher arbeitet, alle 13 Rollen selbst. Er verzichte auf aufwändige Requisiten und auf das Bühnenbild. Einzig Skizzen, die ad hoc von Tino Leo selbst gezeichnet werden, bilden laut dem Spaichinger Gymnasium den Hintergrund und werden dazu genutzt, die Figuren des Stücks zu visualisieren. Außerdem verzichte er auf eine strenge Abgrenzung von Bühne und Zuschauerraum und interagiere mit den Schülern vor Ort.

Freunde des Gymnasiums Spaichingen haben die Hälfte des Eintrittspreises für die Schüler übernommen.

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