Schüler berechnen eine Schneeballschlacht

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Die Gymnasiasten der 8 d freuen sich über die Urkunden und einen Gutschein für einen Ausflug in einen Freizeitpark. (Foto: Erika Bader)
Erika Bader

Mathe ist langweilig und trocken, das empfinden wohl viele Kinder und Jugendliche so, die die Schulbank drücken. Nicht aber die Achtklässler des Spaichinger Gymnasiums, sie haben den ersten Platz eines Mathematik-Wettbewerbs des EU-Projekts Primas belegt.

Mathe kann auch richtig Spaß machen, wenn man es nicht als Gewirr von Zahlen und Formeln ansieht. Im Alltag begegnet uns die Mathematik nahezu überall - das fand auch die 8 d des Gymnasiums für sich heraus. Eine Schneeballschlacht als Mathematisches Experiment – das wollten die 18 Schüler der 8 d näher erörtern. Auf die Idee brachte sie ihr Lehrer Manuel Vogel. „Wir haben einen guten Lehrer, er konnte uns alles erklären“, sagt der Schüler Jonas Gehring.

Der Wettbewerb stand unter dem Thema „Mathematik in eurem Leben“. Mehr als 350 Kinder und Jugendliche beteiligten sich im gesamten Regierungsbezirk an dem Schülerwettbewerb. Schüler der Klassenstufen fünf bis neun schickten ihr erarbeitetes Thema auf Plakaten an Primas – die Spaichinger Gymnasiasten überzeugten die Jury mit ihrem Projekt „Mathe bei der Schneeballschlacht“. Als Anerkennung ihrer Leistung erhielten die Erstplatzierten einen Gutschein für einen Eintritt in einen Freizeitpark.

Die Vergabe des Preises übernahmen Katja Maaß und Patrick Bronner von der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Sichtlich überrascht zeigten sich die Achtklässler als klar war, dass sie den ersten Platz belegt haben, denn zuvor waren sie ganz ahnungslos. „Wir wussten zwar, dass wir etwas gewonnen haben, aber wir wussten nicht welchen Platz wir gemacht haben“, sagt Fabian Braun.

Die Klasse teilte sich die Arbeit am Schneeball-Projekt auf. Sechs Gruppen widmeten sich etwa zehn Schulstunden lang dem Thema. Dabei übernahm jede Gruppe einen bestimmten mathematisch-physikalischen Aspekt einer Schneeballschlacht. Die Gymnasiasten stellten sich den Fragen, wie schwer muss ein Schneeball sein, um ihn möglichst weit werfen zu können, oder wie weit muss man von seinem Ziel entfernt sein um es gut treffen zu können? Eine Distanz um die zehn Meter hat sich bei den Experimenten der Achtklässler als die beste herausgestellt.

„Daheim machen wir schon manchmal Schneeballschlachten, auf dem Schulhof ist das ja aber verboten“, erklärt der 14-jährige Joel Greger. „Manchmal bewerfen wir uns aber auch auf dem Schulhof mit Schneebällen“, setzt einer der Schüler mit einem kecken Grinsen hinterher. Schneeballschlachten kennen die Schüler natürlich aus ihrem Alltag, dass aber in die Mathematik zu übertragen stellte die Gewinnerklasse aber schon das ein oder andere Mal vor Schwierigkeiten, wie der 15-jährige Jonas Gehring erzählt: „Wie hatten schon mal Probleme mit den Formeln, oder zum Beispiel auch beim Umrechnen in Newton, aber Herr Vogel hat uns da immer helfen können.“

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