Marianne Schiller ist 78-jährig gestorben.
Marianne Schiller ist 78-jährig gestorben. (Foto: Archiv: G.Spreng)
Albrecht Dapp

Marianne Schiller, das Herz, die Seele und der Mittelpunkt vom „Chörle“, dem außergewöhnlichen Kreis von musikbegeisterten Ärzten, Schwestern und Mitarbeiter/innen der Spaichinger Klinik, ist am 25. Januar plötzlich und unerwartet kurz nach einer schweren Operation verstorben.

Ein Leben mit und für die Musik und die Klinik ist damit zu Ende. Zurück bleiben die Erinnerung an eine inspirierende Frau und eine Persönlichkeit, welche ihre eigenen Schmerzen vergaß, wenn sie in ihrer Aufgabe als Chorleiterin aufblühte. Das „Chörle“, wie es sich nannte, als sie die kleine, lose verbundenen Musikbegeisterten in der Klinik Spaichingen zu einem Kammerchor verband, lebte eine einzigartige Verbundenheit im Dienst der Klinik und der Musik, bereicherte das Klinikleben für mehr als 25 Jahre und stellte einen entscheidenden Faktor des besonderen Geistes der Spaichinger Klinik dar.

Es war ein Botschafter der Klinik durch seine Konzerte in Spaichingen und der Umgebung, von Rottweil bis Möhringen und von Egesheim, Wehingen bis Trossingen, aber auch in Thüringen, Breisach, Aalen, Schwetzingen oder Schienen am Bodensee.

Ein Vierteljahrhundert genossen die Spaichinger die legendären Serenaden im Freien vor der Klinik und die wunderschönen Weihnachtsgottesdienste in der Klinikkapelle. Stets waren es thematisch komponierte Konzerte von Chor und begabten Instrumentalisten aus dem eigenen „Bestand“, ergänzt durch stimmige Texte oder Gedichte. Daraus wuchs im Chörle ein Freundeskreis mit besonderer Verbundenheit. Wie es nun mit diesem weitergeht muss sich zeigen.

Der Autor ist der frühere Chefarzt der Spaichinger Klinik.

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