Rosenwurz unterstützt den geschwächten Menschen

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Helmuth Gruner gibt unseren Lesern jede Woche Tipps aus der Naturheilkunde.
Helmuth Gruner gibt unseren Lesern jede Woche Tipps aus der Naturheilkunde. (Foto: hoc)
Helmuth Gruner

Der Spaichinger Heilpraktiker gewährt unseren Lesern in dieser Serie regelmäßig einen Einblick in die Naturapotheke und gibt auch Tipps. Heute: die Rosenwurz.

Eine mögliche Hilfe aus der Naturapotheke bei beginnendem dementiellen Sympton ist der Rosenwurz. Studien haben gezeigt, dass der Rosenwurz die nachlassende Konzentrationsfähigkeit und die Gedächtnisfunktion verbessere. Ebenso hätten pharmakologische Untersuchungen gezeigt, dass die Rosenwurz Neuortransmitter-Aktivitäten im zentralen Nervensystem stimuliere.

Ferner scheint die Rosenwurz auch die Norepinephrin-, Serotonin-, Acetylcholin- und Dopamin-Verfügbarkeit in neurologischen Bahnen beeinflussen, die für die Kontrolle von Erregbarkeit und Gemütsstabilität verantwortlich sind. Andere Laborstudien entdeckten, dass die Rosenwurz die Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke für Dopamin und Serotonin erhöht.

Rosenwurz zeigt damit ein duales Wirkprinzip: einer kognitiven Stimulans (wie der Aufmerksamkeit, der Erinnerung, des Lernens, Kreativität, Planen, Orientierung, Imagination, Argumentation) und einer emotinal beruhigenden Wirkung. Beides sei laut Dr. rer. Nat. Oliver Ploss, Heilpraktiker, durchaus gewollt.

Ein Grund, diese Pflanze näher zu betrachten. Der Rosenwurz ist in Europa in alpinen Lagen zu finden, oder kultiviert in unseren Gärten, wo er manches Mal ausbüxt und wild eine neue Heimat sucht. Die Norweger bezeichnen ihn als Goldene Wurzel oder Rosenrot. Er wächst gerne auf magerer Erde, dann ist der Wirkstoffgehalt besonders hoch.

In einer Vergleichsstudie von Gingko, Ginseng und Rosenwurz stellten Forscher fest, dass Extrakte aus Rosenwurz möglicherweise Genveränderungen entgegenwirken und das Wachstum von Tumoren stoppen können. Aus Russland und Schweden sind eine Vielzahl von klinischen Studien über die kälteliebende Pflanze bekannt. Der Rosenwurz wird dort auch seit Jahrhunderten verwendet. Die Inhaltsstoffe des Rosenwurz (Rosavine, Rhodiolosid, Flavonoide und mehr) steigern nachweislich die physische Kraft und Ausdauer. Deshalb haben sie sich in der Sportlerversorgung durchgesetzt und sind in allen nördlichen Staaten, vor allem aber in Russland, als Medizinprodukt eingeführt.

Als Hauptwirkstoff in den Fertigarzneien wird das „Rosavin“ genannt, ein Stimulanz für gestresste Manager und ein Anti-Aging-Mittel. Forscher halten das Rosavin für einen Stoff, der unseren Organen hilft, sich an die Lebensumstände, Umwelt und Einflüsse von außen anzupassen.

Anwendungen:

Immer dann, wenn eine Schwächung vorliegt, egal ob aus Krankheitsgründen oder Überanstrengung, oder einfach weil ein Mensch müde und alt geworden ist, kann Rosenwurz helfen. Untersuchungen belegen eine auffallende Wirkung bei Linderung von Altersbeschwerden, besonders im Bereich des Gehirns. Die Inhaltsstoffe verbessern den Neurotransmitter-Stoffwechsel. Das hat natürlich Rückwirkungen auf Gedächtnisleistung, Merkfähigkeit sowie die Konzentration und eine exakte Wahrnehmung. Wegen der anregenden Wirkung empfiehlt sich der Gebrauch vor allem am Morgen.

Tee, Tinktur oder Pulver können wie alle Kräuterprodukte Kurmäßig eingenommen werden. Nach etwa vier Monaten sollte man eine Pause einlegen. Überdosierung ist kaum möglich. Trinkt man über Tage hinweg literweise Rhodiola-Tee oder nimmt das Pulver Teelöffel-weise ein so treten höchstens Schlaflosigkeit und Unruhe als Nebenwirkungen auf.

Immer wenn es zu Störungen des Immunsystems kommt, nach Krankheit, Stress, Überforderung oder belastenden Umweltbedingungen, unterstützt Rosenwurz den Menschen.

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