Nach der Alarmierung bleiben nur 120 Sekunden Zeit

Lesedauer: 3 Min
 Nicht nur am Rauchmeldertag sind die Spaichinger Feuerwehrleute aktiv: Momentan sind auf und am Dreifaltigkeitsberg immer wiede
Nicht nur am Rauchmeldertag sind die Spaichinger Feuerwehrleute aktiv: Momentan sind auf und am Dreifaltigkeitsberg immer wieder Feuerwehrleute mit angelegtem Atemschutz zu sehen, die sich auf den Tower Run im Thyssen Krupp-Turm in Rottweil am Sonntag, 15. September, vorbereiten. (Foto: M. Selinger)
Schwäbische Zeitung

Unter dem Motto „Verhalten im Brandfall“ steht der bundesweite Rauchmeldertag am Freitag, 13. September. Trotz Rauchmeldern sterben immer noch Menschen bei einem Brand, weil sie sich falsch verhalten. Die Spaichinger Feuerwehr informiert in einer Pressemitteilung darüber, was zu beachten ist.

In Deutschland brenne es jährlich etwa 200 000 Mal, und jeden Monat fielen mehr als 30 Menschen Wohnungsbränden zum Opfer. Ursache sei meist eine Rauchvergiftung. „Richtig installierte, regelmäßig gewartete Rauchmelder retten Leben, indem sie rechtzeitig vor der tödlichen Gefahr warnen“, so die Spaichinger Wehr. Sie appelliert, die Installation von Rauchmeldern vorzunehmen. Insbesondere viele ältere Senioren seien gefährdet: Sie könnten nicht mehr so schnell reagieren und vor allem nachts das Bett nicht so einfach verlassen.

Bei der Auswahl der Geräte sollte auf qualitativ hochwertige Geräte zurückgegriffen werden. Diese Qualität sei gegeben, wenn das Gerät mit dem sogenannten Q-Label oder dem VdS-Logo gekennzeichnet sei. Diese Geräte hätten ihre Leistungsfähigkeit in umfangreichen Tests in Brandschutzlaboren nachgewiesen.

Nach Alarmierung durch den Rauchmelder zuhause bleiben laut Spaichinger Wehr „nur noch rund 120 Sekunden Zeit, um sich in Sicherheit zu bringen“. Doch die meisten Menschen wüssten nicht, wie man sich im Brandfall richtig verhält. „Die Menschen geraten schnell in Panik, springen aus dem Fenster oder laufen ins verrauchte Treppenhaus.“ Dabei gelte: Wenn es in der Wohnung brennt, sollte diese schnellstmöglich verlassen werden. „Brennt das Treppenhaus oder ist dies verraucht, bleibt man in der Wohnung und ruft die Feuerwehr über den Notruf 112.“ Wichtig sei, alle Türen zu schließen, „damit Feuer und Rauch nicht in die Wohnung gelangen“.

Sofern die Melder nicht bereits über einen Wartungsvertrag durch einen Dienstleister überprüft würden, „pflegen und prüfen Sie Rauchmelder regelmäßig, mindestens jedoch alle zwölf Monate nach den Angaben des Herstellers“, rät die Spaichinger Feuerwehr.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen