Museum würdigt Städtepartnerschaft

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Manfred Brugger

Das Programm 2020 des Gewerbemuseums Spaichingen, das Museumsleiterin Angelika Feldes am Dienstag in der Hauptversammlung des Heimatvereins vorgestellt hat, sieht unter anderem eine Briefmarkenausstellung zum Jubiläum „50 Jahre Städtepartnerschaft Spaichingen-Sallanches“ vor. Und eine Ausstellung der Wehinger Glaskünstlerin Gabi Weiss, in Kooperation mit der Katholischen Kirchengemeinde. Dazu kommen mehrere Konzertabende und zwei Trauungen.

Durch die Einbindung in die Neugestaltung der KZ-Gedenkstätte und die neue Museumskonzeption musste Angelika Feldes im vergangenen Jahr zeitgleich auf drei Hochzeiten tanzen.

Bürgermeister Hans Georg Schuhmacher lobte die Museumsleiterin und bat um Verständnis für deren Einbindung in die KZ-Gedenkstättenarbeit, mit der die Stadt ihrer historischen Verantwortung gerecht werden will.

Die Digitalisierung der Archivbestände stehe oben auf der städtischen Tagesordnung, so der Bürgermeister. Das Gewerbemuseumsgebäude werde zur Dauerbaustelle, denn nach der Trocknung steht der aufwändige Einbau eines Fahrstuhls an, kündigte Hans Georg Schuhmacher an. Und der zunehmende Vandalismus an der empfindlichen Fassade werde vermutlich auf eine Einzäunung hinauslaufen. Die Überlegung, ob das denkmalgeschützte Kimmerl-Gebäude, das zu einem „Bürgerhaus“ umgebaut werden soll auf neuestem medialen Standard, eines Tages zur Heimat des Heimatvereins werden könnte, sei momentan noch nicht spruchreif.

30 der unverändert 130 Mitglieder des Heimatvereins hatten sich am Dienstagabend im „Kreuz“ zur Jahreshauptversammlung eingefunden. Der Vorsitzende Thomas Steidle freute sich über diesen Zuspruch und ehrte zunächst die beiden Mitglieder Maria Butsch und Manfred Werner für ihre jeweils 25-jährige Vereinszugehörigkeit.

Im Berichtsjahr wurde wieder Etliches auf die Beine gestellt. „Renner“ war die Ausstellung zum Hundertjährigen des Schneeschuhvereins, die über 1300 Besucher verzeichnete. Unter den Erwartungen blieben die Schellinger-Ausstellung und der dazugehörige Erzählabend – nicht dagegen das Festle zum 150-jährigen Bahnhofsjubiläum, der Jahresausflug ins Tabakmuseum in Mahlberg und die Schatzsuche im Rahmen des Kinderferienprogramms.

Für ein kunsthandwerklich aufgefrischtes, historisches Kuolt-Bild wird derzeit noch ein Plätzchen im Gewerbemuseum gesucht. Der kürzliche Krippenbaukurs im Werkraum der Rupert-Mayer-Schule bescherte den Organisatoren Walter Merkt und Peter Schuhmacher einen erfreulichen Zulauf.

Auf der Agenda 2020 des Heimatvereins stehen unter anderem eine Krippenaustellung (vom 1. Advent bis Lichtmess), ein Seminar zur Vertiefung der Teambildung, die Sichtung des im Bauhof ausgelagerten Materialen-Depots und das Kinderferienprogramm.

Der zweite Vorsitzende Frieder Schwenk verlas in Vertretung des verhinderten Jan Hauser den Kassenbericht. Und Bernadette Obermeier attestierte im Kassenprüferbericht eine tadellose Buchführung.

Der Rest der Formalien war schnell erledigt, denn es bestand kein Aussprachebedarf und sonstige Anträge lagen ebenfalls nicht vor. Die Entlastung durch Peter Schuhmacher wurde ebenso einstimmig durchgewunken wie die Wiederwahlen der Vorstandsmitglieder. Neue Schriftführerin ist Martha Schuhmacher, neue Beisitzer werden Stefan Stitzenberger (35), Benjamin Graf (34) und Julian Enders (28).

Bürgermeister Hans-Georg Schuhmacher dankte dem Verein für die Bereicherung des Stadtlebens und beglückwünschte den Vorstand zur Verjüngung.

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