Martinusnadel für Matthias Sauter

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Pfarrer Johannes Amann steckt Matthias Sauter die Martinusnadel an.
Pfarrer Johannes Amann steckt Matthias Sauter die Martinusnadel an. (Foto: Maria Münch)
Maria Münch

Matthias Sauter, der sich seit Jahrzehnten in der katholischen Kirchengemeinde Mahlstetten engagiert, hat die Martinusnadel verliehen bekommen (wir berichteten kurz). Sie wird den kirchlichen Einrichtungen vom Bischöflichen Ordinariat bereitgestellt zur Verleihung an verdiente Ehrenamtliche. Voraussetzung ist eine mindestens 15-jährige Mitgliedschaft im Kirchengemeinderat, Dekanat- oder Diözesanrat.

Der Rahmen hätte nicht besser gewählt sein können: Ostersonntag, eine beachtliche Ministrantenanzahl, festliche Klänge des Kirchenchors und der Orgel. Dazu eine bemerkenswerte Verkündigung der Osterbotschaft durch Pfarrer Johannes Amann. Als dieser mit der Predigt beginnen wollte, musste er erst einmal einen Hustenanfall überwinden. Vermeintlich! Denn damit führte er die Mitfeiernden eindrücklich in das Predigtthema „Ansteckung“ ein. Schnell spannte Amann den Bogen zum „Anstecken im Guten“.

Und dies hatte seinen Grund, denn, eingefügt in den Festgottesdienst, erwartete die Besucher die Ehrung von Matthias Sauter, der sich einst vom „Dienst in der Kirche“ anstecken ließ: Ihm wurde zum Dank für seinen treuen Dienst die Martinus-Ehrennadel „angsteckt“. Sauter ist seit 1996 im Kirchengemeinderat. Sein Amt als 2. Vorsitzender gab er 2016, nach 20 Jahren Amtszeit, an Anneliese Seuling weiter. „Als 2.Vorsitzender hat man immer besondere Verantwortung,“ so Amann. „Jeder, der einmal im Kirchengemeinderat war, weiß, an wie viele Dinge Sie gedacht haben, in die Hand nahmen und nehmen. Vergessen wir nicht die Mitgliedschaft im Dekanatsrat und im Ausschuss der Seelsorgeeinheit.“ 1999 trat Sauter in den Mesnerdienst. Seither versieht er selbstlos den Dienst an der Kirche im Ort und vor allem an der Aggenhauser Kapelle. Was daran hängt, machte Amann deutlich: „Maiandachten, Führungen, Beerdigungen, Hochzeiten – und wenn nachts die Alarmanlage losgeht“. Seit 1998 ist Sauter in den Lektorenreihen und seit 2006 steht er als Kommunionhelfer zur Verfügung. Als Vorsitzender im Verwaltungsausschuss obliegt ihm die Betreuung sämtlicher Gebäude der Kirchengemeinde und für beste Ordnung sorgt er bei den Ministrantengewändern.

Minis, Pastorale und die Kirchengemeinde wissen, was sie an Sauter haben. Ein „Heute sagen wir Danke“, eine freundschaftliche Umarmung von Amann am Ende der Messe sowie des Pfarrers Worte bereits zur Einleitung der Ehrung,„Matthias Sauter – D‘r Mattheis“,ließ die große Wertschätzung spürbar werden. Dies zeigte sich weiter beim Empfang im Pfarrheim. Sichtlich gerührt zeigte sich Sauter bei den Dankesworten von Norbert Schnee, Mitglied des Diözesanrats. „Natürlich“ sagte Schnee, „möchte ich hier dabei sein und diese Leistung anerkennen“. Einen würdigen Abschluss bildeten spontane Ständchen aus den Reihen des Männergesangvereins und des Kirchenchors.

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