Maria 2.0 ist noch nicht in Spaichingen angekommen

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 Der Marienaltar in der katholischen Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul in Spaichingen
Der Marienaltar in der katholischen Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul in Spaichingen (Foto: Ronja Straub)
Ronja Straub

Seit vergangenem Wochenende streiken bundesweit Frauen unter der Initiative „Maria 2.0“, zu der fünf Münsteranerinnen aufgerufen haben. Sie wollen gegen die Männerdominanz in der katholischen Kirche angehen. An hunderten Orten haben sich Frauen den Demonstrationen angeschlossen und bestehen, gerade auch in Bezug auf die Missbrauchsskandale in der katholischen Kirche, auf eine Erneuerung.

In Spaichingen hat sich bisher noch keine Gruppe bei der Seelsorgeeinheit am Dreifaltigkeitsberg gemeldet, um zu streiken. „In Spaichingen haben die Frauen, glaube ich, nicht so den Bedarf. Alle machen gern ihren Job“, sagt Juliane Vollmer, Pastoralassistentin.

Gut an der Initiative „Maria 2.0“ findet sie, dass Ehrenamtliche aktiv werden und überlegen, was Kirche bedeutet. Sie sei für das Dialoggeschehen. „Ein Austritt aus der Kirche ist keine Lösung. Ich finde es positiv, dass es eine Bewegung gibt, die etwas verändern möchte“, sagt sie.

Mit „Maria 2.0“ würde laut Vollmer eine Aussage von der Basis aus nach oben kommen, und nicht andersherum, wie es oft der Fall sei. „Das ist ein sehr positiver Effekt.“

Die Initiative ruft im Marienmonat Mai, vom 11. bis zum 18. Mai, Frauen auf in den „Kirchenstreik“ zu gehen, wie es auf der Homepage heißt. In dieser Zeit sind Aktionen in ganz Deutschland geplant. So wird es auch in dem Diozesanverband Rottenburg-Stuttgart, der die Initiative Maria 2.0 unterstützt, Aktionen, wie Gottesdienste, Andachten, Flashmobs oder Friedensgebete geben.

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