Auf der Spaichinger Hauptstraße ist immer viel Verkehr. Eine Ortsumfahrung soll für Entlastung sorgen.
Auf der Spaichinger Hauptstraße ist immer viel Verkehr. Eine Ortsumfahrung soll für Entlastung sorgen. (Foto: Archiv- Caroline Messick)

Die Spaichinger Ortsumfahrung ist mit dem jüngsten Bundesverkehrswegeplan in die öffentliche Diskussion gerückt. Noch vor 2025 sollen die Planungen beginnen, das ist darin festgelegt. Doch das gefällt nicht allen Spaichingern. Bei einer Veranstaltung mit Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) wurden Zweifel an der Sinnhaftigkeit einer solchen Straße laut.

„Es gibt einige in Spaichingen, die diese Ortsumfahrung nicht wollen“, sagte Hermann Polzer, Sprecher des Spaichinger Ortsverbands von Bündnis 90/Die Grünen. Aus „grüner Sicht“ seien etwa zwei Drittel dagegen und nur ein Drittel könnte sich die Straße vorstellen. Bis auf die Rush Hour sei die Spaichinger Ortsdurchfahrt durchaus tragfähig, sagte Polzer. Zudem sei baulich noch einiges machbar: Allein 400 Parkplätze würden direkt von der Hauptstraße erschlossen. „Das hält den Verkehrsfluss auf“, meint er. Für die Umfahrung müsste stark in die Natur eingegriffen werden. „Viele schätzen den Freizeitwert der Umgebung höher.“

Vom Verkehrsminister wollte Polzer wissen, wann der richtige Zeitpunkt sei, um diese Haltung bei den Behörden kundzutun. Hermann verwies auf den Planungsprozess und die Möglichkeit, Stellungnahmen einzureichen. Generell müsse „im Zuge der Planung einer Ortsumgehung auch die Ortsdurchfahrt mit in Betracht gezogen werden“, hielt es der Minister allgemein. Polzer wünscht sich in jedem Fall mehr Diskussion darüber in der Stadt. Er will mit Mitstreitern eine Bürgerinitiative oder möglicherweise ein Bürgerbegehren starten.

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