Kolpingsfamilie macht sich „Gedanken zur Fastenzeit“

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 Pfarrer Robert Aubele an der Gitarre.
Pfarrer Robert Aubele an der Gitarre. (Foto: Kolpingsfamilie)
Schwäbische Zeitung

Bei den „Gedanken zur Fastenzeit“, die von der Kolpingsfamilie Spaichingen organisiert und von Pfarrer Robert Aubele umgesetzt wurden, hat das Misereor Hungertuch 2019/20 im Mittelpunkt gestanden. Mithilfe von Gedanken, Gesang und einer Präsentation wurde den 30 Teilnehmern deutlich gemacht, welche Inhalte und Themen das Hungertuchbild beinhaltet.

Nach Aussage des Kolpingsvorsitzenden Michael Wientges ist es „sehr interessant zu sehen, was hinter solch einem Hungertuch steckt“. Gleichzeitig dankte er Aubele für den schon seit mehreren Jahren stattfindenden Fastenzeitabend. Dieser sei „ein richtig wichtiges Ereignis im Jahresprogramm der Kolpingsfamilie“, so eine Pressemitteilung.

Von Kolpingspräses Aubele erfuhren die Teilnehmer, dass der Titel des diesjährigen Hungertuchs „Mensch, wo bist du?“ ein Zitat aus dem 2. Schöpfungsbericht ist. Mit diesen Worten ruft Gott Adam und Eva, nachdem sie von der verbotenen Frucht gegessen und sich voller Scham versteckt haben. Adam und Eva mussten sich der Verantwortung stellen und der Mensch müsse dies laut Aubele heute beim Umgang mit der Schöpfung mehr denn je. Dabei schreie „alles nach Wachstum, doch wenn die Erde aufgebraucht ist, dann ist sie aufgebraucht.“ Man stehe kurz davor.

Diese Sorge um unsere gemeinsame Welt, also um das gemeinsame Haus, welche ja auch erst kürzlich von Papst Franziskus geäußert wurde, sei auf dem Hungertuch unter anderem in Form eines unfertigen Hauses und in Form von zwölf Stolpersteinen deutlich zu erkennen. Diese Steine fand Uwe Appold, der Künstler des Bildes, in Erde, die er ebenfalls auf dem Bild verarbeitete und die aus dem jerusalemischen Gethsemane stammt – ein wichtiger Ort des Christentums.

Damit die Anwesenden noch mehr in die Hintergründe des Bildes eintauchen und über dessen Entstehung erfahren konnten, zeigte Aubele einen informativen Kurzfilm, der von Misereor gedreht wurde. Im Anschluss machte der Präses deutlich, dass die Fastenzeit eine Zeit sei, „in der man sich Gedanken machen, über den Tellerrand schauen, sich hinterfragen und Verantwortung übernehmen sollte“.

Ergänzend betonte Wientges, dass sich der Kolping dieser Verantwortung bewusst sei. Passend dazu las er einen Dankesbrief Pater Otmar vor, der in Mali tätig ist und für dessen Arbeit die Kolpingsfamilie Spaichingen im vergangenen Jahr gespendet hatte.

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