Jugendliche besprayen Mauer und reißen Grenzen ein

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Diakonin der evangelischen Kirche Gritli Lücking, Antje Wiedmann-Bornschein vom Stadtjugendreferat und Pastoralassistentin Julia
Diakonin der evangelischen Kirche Gritli Lücking, Antje Wiedmann-Bornschein vom Stadtjugendreferat und Pastoralassistentin Juliane Vollmer von der Seelsorgeeinheit am Dreifaltigkeitsberg wollen Jugendlichen die Möglichkeit geben, eine Mauer aus Sitzhockern mit Graffiti zu gestalten. (Foto: Ronja Straub)
Ronja Straub

Grenzen einreißen will die angehende Pastoralreferentin Juliane Vollmer gemeinsam mit der evangelischen Kirche, dem Stadtjugendreferat und dem Projekt „Uprise“. Am 25. Mai können Jugendliche unter Anleitung des Künstlers Konstantin Müller eine Mauer aus Sitzhockern mit Graffiti besprayen – und diese dann einreißen. Mitmachen können alle Jugendlichen zwischen zwölf und 27 Jahren.

Grenzen überwinden

Die Motive für das Graffiti sollen sich an dem Motto „Grenze“ orientieren. „Das können persönliche oder auch gesellschaftliche Grenzen sein“, sagt Juliane Vollmer, die das Projekt leitet.

In einem Workshop wird der Künstler den Umgang mit den Spraydosen und die Technik von Graffiti übermitteln. Um keinen Sondermüll zu produzieren wird als Material für die Mauer Sitzhocker verwendet.

Hocker im Voraus kaufen

Die rund 440 beidseitig besprayten Hocker können von Bürgern, Institutionen oder den Jugendlichen selbst für drei Euro pro Hocker erworben werden.

Grenzen einreißen wolle man auch mit der Auswahl der Kunstart: „Die Jugendlichen können legal sprayen, was ja sonst immer verboten ist“, sagt Vollmer.

Bruchstücke in der Umgebung verteilen

Das Motto „Grenzen“ habe Vollmer aus aktuellem Anlass gewählt. „Das Thema bewegt“, sagt sie. Außerdem sei das Projekt in Anlehnung an die Berliner Mauer, die vor 30 Jahren gefallen ist, entstanden. „So wie die Teile der Berliner Mauer in der Welt verteilt sind, wollen wir die Bruchstücke auch in der Umgebung verteilen“, sagt Vollmer.

An dem Projektnachmittag auf der Schlüsselwiese malen die Jugendlichen ihre Motive zunächst mit Acrylfarben auf Papier oder eine Leinwand, um zu üben. Dann erst wird das Bild auf die Mauer gesprayt. Die Leinwand können die Jugendlichen gegen etwas Geld mit nach Hause nehmen.

Keine Anmeldung nötig

Das Projekt findet am 25. Mai von 15 bis 19 Uhr auf der Schlüsselwiese in Spaichingen statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die im Vorfeld reservierten Sitzhocker dienen der Finanzierung des Projekts. Wer Sitzhocker möchte, kann sich bei Juliane Vollmer melden. Telefonisch unter 07424/ 9584014 oder per Mail: Juliane.Vollmer@drs.de.

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