In der Bläserklasse den Alltag hinter sich lassen

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Pausierende und aktive Bläser im Erwachsenen- und Seniorenalter sind willkommen.
Pausierende und aktive Bläser im Erwachsenen- und Seniorenalter sind willkommen. (Foto: epd)
Redaktionsleiterin

Ab Oktober wird an der Primtalmusikschule eine Bläserklasse für Erwachsene und Senioren eingerichtet – Und damit ein für Kinder bewährtes Konzept übertragen.

Dass so viele Kinder ein Instrument spielen lernen, liegt nicht nur an engagierten Eltern und den vielen Musikvereinen, sondern auch an Ideen. Denn Eltern, die ihren Sprösslingen die klassische Musikausbildung angedeihen lassen wollen, müssen auch ordentlich ins Portemonnaie greifen. Bläserklassen waren eine wunderbare Idee, vielen Kindern in den Schulen einen gemeinsamen Musikunterricht genießen zu lassen. Je mehr beieinander sind, desto günstiger – ein Kompromiss, der den Spaß am Musizieren in den Vordergrund stellt.

Nun müssen auch viele Erwachsene, gerade auch Senioren, den Cent zweimal herumdrehen. Warum also das Bläserklasse-Prinzip nicht auch auf diese Personengruppe ausweiten?, hat sich der Primtalmusikschulleiter Rainer Benner gedacht. Er wird die neue Klasse leiten. Zunächst soll herausgefunden werden, wer sich für ein solches gemeinsames Musizieren interessiert, dazu gibt es einen Infoabend. Es soll Registerproben und Orchesterproben geben.

Das Potenzial für ein solches Angebot ist riesig, ist Rainer Benner überzeugt. Die Zielgruppen: Berufstätige, die sich im wahrsten Sinne nach der Arbeit den Kopf durchpusten wollen, Senioren, die Lust auf was Neues und Gemeinschaft haben, oder auch solche Erwachsenen und Senioren, die früher einmal ein Blasinstrument gespielt haben, und gerne sanft wieder einsteigen würden. Das ist natürlich auch eine Chance für die Musikvereine. Wer sein vergrabenes Können in einer Bläserklasse wieder aktiviert, wird vielleicht dann auch wieder in seinen Verein einsteigen, hofft Benner.

Wie viel Lebensqualität Musikmachen bringt, zeigt sich übrigens gerade an den Vereinen und Orchestern. Gemeinsames Musizieren fördert nicht nur die Fitness des Gehirns, des Gehörs, die Fingerfertigkeit und mehr, sondern Musik tut auch der Seele gut. Gerade vielleicht, wenn man nach dem Berufsleben Gemeinschaft sucht, meint Benner.

Geplant ist das Projekt erst einmal für ein Jahr. Bei 15 Teilnehmern beträgt die Monatsgebühr 42 Euro für 45 Minuten Registerunterricht und 60 Minuten Orchesterunterricht die Woche. Weitere Infos unter www.primtalmusikschule.de oder unter 07424/ 905 941.

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