HeilixPlechle strahlt mit seiner Musik

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 HeilixPlechle
HeilixPlechle (Foto: Siegrid Bruch)
Siegrid Bruch

Ein ausgezeichnetes Konzert haben die Besucher am ersten Maifeiertag in der vollbesetzten Wallfahrtskirche auf dem Dreifaltigkeitsberg genießen können. Zehn Blechbläser des Ensembles HeilixPlechle begeisterten ihre Zuhörer mit Werken von Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel bis zu modernen Jazzkompositionen und Gospels.

Der außergewöhnliche Name der Laienmusiker – auch eine Musikerin ist dabei – unterstreicht mit dem griechischen XP im HeilixPlechle die Nähe zu Jesus Christus: Das Ensemble macht Musik mit dem Ziel, Menschen Christus näher zu bringen. Vor 25 Jahren hatten sich zunächst fünf engagierte Posaunenchorbläser aus dem Kirchenbezirk Balingen zum gemeinsamen Musizieren getroffen. Es kamen nach und nach immer mehr Bläser dazu – von Konstanz bis nach Marbach – die meisten sind aus dem Raum Balingen.

Eröffnet wurde das Konzert an diesem strahlenden Frühlingstag (die Musik strahlte mit der Sonne um die Wette) mit dem Allegro aus „Das Alexanderfest“ (oder die Macht der Musik) von Georg Friedrich Händel. „Joshua fit the battle of Jericho“, modern arrangiert von Christian Sprenger, handelte von der Geschichte von Joshua und die Posaunen von Jericho, die die Mauern zum Einsturz gebracht haben.

„Canzon Duodecimi Toni No. 3“ des Erneuerers Giovanni Gabrieli folgte, das sich besonders für Blechbläserensembles attraktiv zeigt. Der Psalm 35 „Befiehl du deine Wege“ von J. S. Bach und einem Vorspiel von Dieter Wedel wurde von den Blechbläsern gespielt, die Besucher waren dann zum Mitsingen eingeladen.

Der Jazzkomposition „Black Bottom Stomp“ im Ragtime-Stil von Jelly Rolf Morton folgte „Hymn“ von Chris Hazell, einer Fantasie zu einem Zitat aus dem „Großen Halleluja“ von G.F. Händel. Aus einem um 1925 wiederentdeckten Werk von Antonio Vivaldi, dem Violinkonzert „Concerto g-Moll Presto“, spielten die Bläser (ohne Violine) den dritten Satz.

Ein fröhlich entspanntes Jazzstück „Barrelhousin“ von Michael Schütz, weiter im Programm ein Stück aus dem zweiten Akt der Oper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdink und das Spiritual „Michael row the boat“ (mit Schlagzeugbegleitung) waren dann zu hören, bevor die Gemeinde „Bist zu uns wie ein Vater“, eine fetzige Variante des „Vater unser“ von Hans-Joachim Eißler, das nicht der biblischen Vorlage entspricht, anstimmte.

Pater Alfons sprach ein Gebet und den Abendsegen, Angelika Mogel vom Hospiz am Dreifaltigkeitsberg richtete Grußworte an die Besucher. Zum Abschluss des Konzerts erklang „Nun danket alle Gott“ und dem dankbaren Publikum nach langanhaltendem Beifall noch zwei Zugaben gewährt.

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