Heckler & Koch-Prozess verschoben

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Beim schwäbischen Waffenhersteller Heckler & Koch gibt es Streit vor Gericht.
Beim schwäbischen Waffenhersteller Heckler & Koch gibt es Streit vor Gericht. (Foto: Symbol: Daniel Karmann/dpa)

Überraschend trennte sich der Oberndorfer Waffenhersteller Heckler & Koch (H&K) Ende August von seinem Vorstandschef Norbert Scheuch. Der hatte daraufhin Klage gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber eingereicht. Die Verhandlung vor dem Rottweiler Landgericht wird nun aber erst im April stattfinden.

Ursprünglich war der Termin für den Zivilprozess für den 12. Dezember anberaumt. Wie der Vizepräsident des Rottweiler Landgerichts Thilo Rebmann auf Anfrage bestätigte, wird die Verhandlung allerdings erst am 6. April, 14 Uhr, stattfinden. Der Dezember-Termin konnte nicht gehalten werden, da der Anwalt von H&K keine Zeit hat. Eine daraufhin geplante Verschiebung auf den Januar scheitere daran, dass Kläger Scheuch zu diesem Zeitpunkt nicht erscheinen könne. Nun werden die beiden Kontrahenten also erst im Frühjahr 2018 aufeinandertreffen.

Französischer Investor soll Konzern übernommen haben

Auch der ehemalige Heckler& Koch-Geschäftsführer Nicola Marinelli klagt gegen das Rüstungsunternehmen. Wie das Wirtschaftsmagazin Bilanz berichtete, wolle Marinelli seinen Exarbeitgeber vor dem Landgericht Rottweil dazu zwingen, dessen wahren Anteilseigner offenzulegen. Er behaupte, ein französischer Investor habe die Kontrolle über den Oberndorfer Waffenhersteller übernommen. Das Verfahren läuft. Ein erster Termin hat laut Thilo Rebmann bereits stattgefunden. Nun geht es darum, einen weiteren Zeugen zu befragen, was sich als schwierig gestalte. Ein neuer Verhandlungstermin stehe in diesem Fall noch nicht fest. (sbo)

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