Hausens Gärtner zeigen ihre Kreativität

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Ein prachtvoller Rosengarten
Ein prachtvoller Rosengarten (Foto: Alois Groß)
Schwäbische Zeitung
Herlinde Groß

In diesem Jahr hat der Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft Baden-Württemberg (LOGL) bereits zum 14. Mal die heimischen Gartenbesitzer zur Teilnahme an der Aktion „Tag der offenen Gartentür“ motiviert. Nach dem großartigen Erfolg der Premiere 2013 öffneten heuer in Hausen ob Verena wieder 15 Familien ihre Gärten für die Öffentlichkeit.

In Scharen wurden diese mit großer Aufmerksamkeit und Staunen von Interessenten besucht. Die Gärten wurden nicht nur von alten Hasen mit Gartenbesitz besucht, sondern auch viele Junge holten sich Anregungen und Ideen für die Gestaltung ihres eigenen Gartens bei ihrem erst kürzlich erbauten Heim.

Wunderschöne, modern angelegte Wohngärten, die auch auf Freizeitgestaltung und Erholung zu Hause ausgelegt sind, stehen heutzutage im Mittelpunkt. Dabei können die meisten Gartenbesitzer eine ziemlich große Fläche ihr Eigen nennen, mit der man etwas kreativ anfangen kann. Dabei tendieren die älteren Gärten zu gewachsenen Naturgärten mit altem Baumbestand. In liebevoller Kleinarbeit und pflegerischen Spürsinn machten hauptsächlich Frauen hieraus bemerkenswerte Kleinode. Dazu kommen meist selbst gesammelte alte Utensilien wie Kochtöpfe und Geschirr, die in die idyllischen Gartenparadiese zusätzliche Hingucker zaubern.

Bei Familie Maurer in der Breite konnte man neben dem hangangepassten Garten mit alten Obstbäumen auch Hühnerhaltung bewundern. Im Übrigen stehen die 17 Jahre alten, naturnahen und miteinander fast verbundenen Gärten In der Breite zwei, vier und sechs für ein Erholungsgebiet mit vielen Ruhe- und Sitzplätzen, Ausblicken auf den Karpfen, Steinmäuerchen in der Hanglage und mit Teich- und naturgetreuem Bachlauf. Wie man sich in einem modern angelegten Wohngarten mit Rasenpflege durch Roboter wohlfühlen kann, konnte man am Hesselbach bei Familie Klaiber-Ruf mit dem Sichtschutz aus Cortenstahl feststellen.

Stolz ist auch Familie Glaser in der Hölderlinstraße 12 auf ihren Mini-Nutzgarten mit den jungen Kohlrabis, die zu einem Vesper hervorragend schmecken. Eine größere Gemüse- und Kräuterfläche wird von den Gartenliebhabern Bayer in der Goethestraße mit vielen Stein- und Zierbereichen umrahmt. Das Schönste ist jedoch die gewaltige Rosenpracht, die weit ihre Düfte verstreut.

Binblicke in die Bienenhaltung

Eine Besonderheit konnte Familie Schrenk in der Hauptstraße mit den gepfropften Obstbäumen aufweisen. Wertvolle Einblicke in die Pflege von Obstbäumen, Beerensträuchern und insbesondere in die Bienenhaltung gab es bei Familie Schwarz am Sonnenweg.

Den Auftakt zum Tag hat ein Gottesdienst in der Kirche gebildet, mit den Worten von Pfarrer Mathias Figl, dass die Natur mit Einschluss der Gärten es wert ist, für die Nachkommen erhalten zu werden. Zu bestimmten Zeiten gab Pfarrer Figl während des Tages auch Kirchenführungen.

Weitere Grußworte sprachen der Kreisverbandsvorsitzender des OGV, Hans Weber, und Bürgermeisterstellvertreter Jochen Klaiber. Beide gaben ihrer Freude Ausdruck, dass die landesweite Aktion so viele Teilnehmer in Hausen hervorbrachte. Die Vorsitzende der OGV Hausen, Ursula Koch, lud die wartenden Menschen dazu ein, „die Schönheit und Vielfältigkeit in unserer einzigartigen Natur auf sich wirken zu lassen.“

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