Großer Andrang bei erster Jugendkonferenz

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Cäcilia Fiedler

Überrascht und erfreut über den guten Besuch der ersten Frittlinger Jugendkonferenz haben sich am Dienstagabend Bürgermeister Dominic Butz, Hauptamtsleiter Hans-Georg Maier und die neue Jugendreferentin Annalena Spiertz gezeigt. Insgesamt waren 52 Jugendliche bis 21 Jahre, und damit etwa ein Drittel der Altersgruppe von 14 bis 21 Jahren, die in Frittlingen gemeldet ist, in der Pfarrscheuer erschienen. Butz erläuterte den Jugendlichen bei der Begrüßung, dass diese Konferenz die Möglichkeit für die Jugendlichen sei, am gemeindepolitischen Geschehen mitzuwirken.

Im ersten Tagesordnungspunkt stellte sich die neue Jugendreferentin Annalena Spiertz den Jugendlichen vor und knüpfte gleich erste Kontakte. Architekt Rolf-Dieter Lehr und Planer Daniel Nann stellten die Pläne des Jugendhauses vor und stellten sich Fragen. Diese betrafen unter anderem die Ausstattung der Küche oder die Bereitstellung von Wlan. Mit dem Bau soll noch dieses Jahr begonnen werden – man hofft auf eine Fertigstellung im Herbst 2019. Bei der Ausstattung können die Jugendlichen Wünsche äußern.

Hauptamtsleiter Hans-Georg Maier erläuterte, warum es diese Jugendkonferenz gibt. Zum einen wolle die Gemeinde eine Mitwirkung der Jugend, aber auch die N-Region – und vor allem sei sie auch gesetzlich vorgeschrieben. Die Jugendkonferenz soll nun einmal im Jahr stattfinden und künftig von den Jugendlichen selbst organisiert werden.

Vier Jugendliche aus der Gemeinde vertraten kürzlich bei einer Jugendkonferenz in Berlin nicht nur die Gemeinde und die N-Region, sondern ganz Baden-Württemberg. Vor der geheimen Wahl des Jugendsprechers und der Jugendsprecherin stellten sich die Kandidaten kurz vor. Gewählt wurden Marvin Hermann und Hanna Wenzler. Jonas Betting und Carina Flaig fungieren als Stellvertreter. Sie sollen künftig das Bindeglied zwischen Jugendlichen und der Gemeindeverwaltung sein.

Im letzten Punkt bat Regine Guglielmo vom Planungsbüro Planstatt Senner um die Mitwirkung der Jugendlichen beim Dorfentwicklungsplan 2030. In einem Workshop konnten die Jugendlichen ihre Ideen zu den Themen Wohnen, Dorfmitte, Ökologie und Verkehrsinfrastruktur einbringen. Interessant war, dass sich dabei etliche Vorschläge mit denen der Erwachsenen deckten, aber auch neue Vorschläge, wie ein Platz zum Chillen, mehr Bänke, ein Grillplatz oder E-Bike-sharing gemacht wurden. Zum Abschluss spendierte die Gemeinde allen Döner oder Pizza.

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