Geschichte in Marken: Schiller, Beethoven und das Brandenburger Tor

Lesedauer: 4 Min
Gut besucht war der Großtauschtag in der Stadthalle.
Gut besucht war der Großtauschtag in der Stadthalle. (Foto: Moni Marcel)
Moni Marcel

Gut besucht ist die Stadthalle am Dreikönigstag gewesen: Wie seit vielen Jahren veranstaltete der Briefmarken- und Münzensammlerverein seinen Großtauschtag. Zu sehen waren gleich sieben Sonderausstellungen, die sich mit historischen Themen beschäftigten.

Zum Beispiel mit dem 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens, hier gab es Briefumschläge und Sondermarken mit Portraits des berühmten Komponisten. Die hat Klaus Henze aus Tuttlingen zusammengestellt. Zu sehen gab es aber auch eine Ausstellung mit Marken vom Brandenburger Tor, in allen Varianten: zusammengedruckte Marken, numerierte Rollenmarken, ge-stempelte auf Briefumschlägen, oder Markenheftchen.

Auch mit Friedrich Schiller hat sich Henze auseinandergesetzt, der Tuttlinger ist leidenschaftlicher Sammler und stellt bundesweit aus, ist auch schon ausgezeichnet worden.

Schweizer Pro Patria und Pro Juventute-Stiftungsmarken hat Vereinsvorsitzender Erhard Eppler in einer Ausstellung zusammengefasst, sein Vize Manfred Schägle wiederum sich der Luftfahrt gewidmet. Hier waren Marken mit allerlei Fluggeräten zu sehen, vom Doppeldecker und Zeppelin über den Fallschirmspringer bis zum Hubschrauber und Großraum-Jet.

Außerdem gab es eine interessante Ausstellung mit Sehenswürdigkeiten aus der ganzen Bundesrepublik, die wiederum Klaus Henze zusammengestellt hatte.

Und Dieter Zimmermann zeigte interessante Sammlerstücke zur Zensurpost im zweiten Weltkrieg: Die Nazis kontrollierten damals fast alle Briefe, ganz besonders aber die Auslandspost und die Briefe der Soldaten im Feld. Zu sehen waren hier auch sogenannte Zulassungsmarken, mit denen die Soldaten von der Front kostenlos Briefe nach Hause schicken konnten.

Erhard Eppler und Manfred Schrägle freuten sich über die vielen Besucher in diesem Jahr. Nachdem die Parallelveranstaltung in Trochtelfingen in diesem Jahr abgesagt wurde, kamen die Leute aus der ganzen Region nach Spaichingen, wo es neben Briefmarken auch viele andere Sammlerstücke zu sehen und auch zu kaufen gab: Münzen, Schmuck, Bierkrüge, Messerscheiden, Bücher, Orden und Ansichtskarten.

Nächste Ausstellung ist im Mai im Gewerbemuseum

Die Briefmarkensammler bereiten inzwischen bereits die zweite große Veranstaltung in diesem Jahr vor: Ab dem 16. Mai gibt es eine Ausstellung im Gewerbemuseum unter dem Thema „Spaichingen und Europa„. Dort werden dann alte Spaichinger Ansichtskarten und Stempel zu sehen sein, und natürlich Stücke, die die Städtepartnerschaft zwischen Spaichingen und Sallanches dokumentieren, denn der Anlass der Ausstellung ist deren 50. Geburtstag. Sie wird ein Stück Heimatgeschichte zeigen und am 16. Mai eröffnet, danach drei Wochen lang zu sehen sein.

Meist gelesen in der Umgebung

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen