Gegner der Ortsumfahrung treffen sich erstmals

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 Die Gegner einer Spaichinger Ortsumfahrung haben sich erstmals getroffen.
Die Gegner einer Spaichinger Ortsumfahrung haben sich erstmals getroffen. (Foto: Caroline Messick)
Schwäbische Zeitung

Zum ersten Mal haben sich Gegner und Kritiker der Ortsumfahrung B14 Spaichingen/Balgheim in einer öffentlichen Veranstaltung getroffen. 50 Interessierte kamen laut einer Pressemitteilung ins Gasthaus „Engel“. Erstes Ziel: den Bürgern mehr Informationen über das Projekt zukommen lassen

Nachdem die Ortsumfahrung im neuen Bundesverkehrswegeplan hochgestuft und das Planungsrecht bis 2025 festgesetzt worden war, „drängte es zahlreiche Bürger nach einer Zusammenkunft mit Information und Austausch“, so die Mitteilung. Nach der Begrüßung durch Bruno Hurlebusch umriss Hermann Polzer, auch Sprecher des Grünen-Vorstands in Spaichingen, die „langjährige und wechselvolle“ Vorgeschichte der Umgehungsstraße seit den 60-er Jahren. Damals sei die Ostumfahrung vom Gemeinderat abgelehnt und die Westumfahrung gewünscht worden. „Seither plätscherte die Planung so dahin. Viele glaubten und glauben nicht daran, dass die Straße eines Tages doch kommen könnte.“

Aktuell sei dieses Szenario in den Bereich des Möglichen gerückt. „Es wird wieder geplant.“ Die meisten Bürger wüssten nicht, welche Auswirkungen eine solche Ortsumfahrung von 7,5 Kilometer Länge mit 14 Bauwerken (nach vorläufiger Planung) hätte.

Polzer umriss die bestehende Planung der Trasse mit den vorliegenden schematischen Plänen und Luftbildern. Beginnen solle die neue B14 gleich hinter den Sportplätzen Aldingens mit einer großen Brücke über die Bahnlinie und über die Prim, so dass auch Aldinger betroffen seien. Die Kreuzung mit wenigen Feldwegen, den Kreisstraßen nach Schura und Hausen wie auch einigen kleinen Gewässern sowie wenige Lärmschutzwälle seien erkennbar. Die Trasse führe „relativ dicht“ an verschiedenen Wohngebieten Spaichingens (Michelfeld, Dörre, Hinterer Grund, Lehmgrubensiedlung, Industriegebiete) und Balgheims vorbei, „so dass sehr viele Menschen direkt von den Auswirkungen betroffen wären und zusätzlich der Weg in die Natur verbaut würde. Der Landschaftsverbrauch mit dem Verlust an landwirtschaftlichen Flächen und Natur wäre enorm.“

Die große Frage, die sich den Initiatoren stellt: „Besteht die Chance, diese Ortsumgehung zu verhindern?“ Einig war sich die Versammlung darin, dass die meisten Bürger noch wenig Informationen hätten und dies ein wichtiges erstes Ziel sein werde. Bei der Ideensammlung für das zukünftige Vorgehen kamen laut Mitteilung viele Anregungen zusammen. Eine Gruppe Aktiver fand sich zusammen für die weitere Arbeit.

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