Funkenfeuer wegen des Sturmtiefs abgesagt

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 Der Spaichinger Funken bleibt vorerst unverbrannt: Wegen der starken Winde wurde das Feuer am Sonntag abgesagt.
Der Spaichinger Funken bleibt vorerst unverbrannt: Wegen der starken Winde wurde das Feuer am Sonntag abgesagt. (Foto: Zdenko Merkt)
Redaktionsleiterin

Das Funkenfeuer in Spaichingen ist abgesagt. Orkanböen bis Stufe 10/11 - so der Wetterdienst - haben dazu geführt, dass die Stadt die Veranstaltung am Sonntagabend aus Sicherheitsgründen abgesagt hat. Feuerwehrkommandant Patrick Heim unterstützt diese Entscheidung.

„Es wäre unverantwortlich gewesen“, sagt Heim. Ab Stufe 7 räume man ein Veranstaltungszelt. Die stark böigen Winde könnten nicht nur lose Äste herab wehen oder Bäume knicken, sondern vor allem auch die Glut der großen Fackeln unkontrolliert herum blasen und damit unmittelbar die Träger und andere Beteiligte gefährden.

Es wäre unverantwortlich gewesen.

Feuerwehrkommandant Patrick Heim

Die Stadtkapelle hatte von sich aus die Teilnahme abgesagt, bei diesem starken Wind könne man nicht spielen, schon die Noten würden herum geweht.

Während im Tal Bäume und Büsche sich bogen, hatten am und auf dem Berg die Böen eine ganz andere Dimension. Zweimal sei er am Nachmittag hoch gefahren, sagt Heim: „Da oben ist eine komplett andere Welt“.

Verschiebung um eine Woche angedacht

Obwohl er die Waldbrandgefahr nach den vergangenen Regenfällen eher als gering einschätzte, sei auch das Herumfliegen von Funken über die lange Strecke ein Risiko, das man nicht eingehen sollte. Am Nachmittag hatten sich alle Beteiligten, die Stadt als Veranstalterin, die Funkenhexen, die Feuerwehr, der Bauhof, das DRK beraten und die Überlegung ist, die Veranstaltung um eine Woche zu verschieben. Darüber wird noch informiert.

Die Option, einfach nur den Funken bei der Bleiche zu entzünden, wurde verworfen.

Und so blieb der Feuerwehr und den Funkenhexen mit ihrem Wagen nichts anderes übrig, als die Würste, die bereits auf dem Berg waren, wieder einzupacken und so viele Leute wie möglich auf allen Kanälen zu informieren.

Übrigens: Genau vor 100 Jahren, so hat Zdenko Merkt recherchiert, gab es auch keinen Fackelzug. Damals war der Holzmangel nach dem Ersten Weltkrieg schuld. Einen kleinen Funken gab es aber dennoch, damals 1919.

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