Für Imker beginnt die „Stunde der Wahrheit“

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Das Foto zeigt die Geehrten (v.l.): Gebhard Burkert, Vorsitzender Christoph Freudenberger und Eberhard Geißler (der geehrte Han
Das Foto zeigt die Geehrten (v.l.): Gebhard Burkert, Vorsitzender Christoph Freudenberger und Eberhard Geißler (der geehrte Hans Kottre fehlt auf dem Foto). (Foto: Groß)

Bei der Hauptversammlung des Bezirksimkervereins Spaichingen-Heuberg am Freitagabend im Denkinger Sportheim konnte Vorsitzender Christoph Freudenberger an drei verdiente Mitglieder für 25 Jahre Mitgliedschaft und Imkerei die Ehrennadel in Silber des Deutschen Imkerbundes überreichen. Am Ende der kurz gehaltenen Versammlung referierte der Bienensachverständige Bernd Möller über das jetzt aktuelle Thema: „Auswinterung, Stunde der Wahrheit!“

Für 25 jährige Vereinszugehörigkeit wurden Eberhard Geißler, Hans Krotte und Gebhard Burkert mi der Ehrennadel des DIB in Silber ausgezeichnet.

Die Ausbildung von neuen und auch jungen Imkern hat sich der Verein seit Jahren auf die Fahnen geschrieben. Im Jahre 2017 wurde gemeinsam mit den Vereinen Tuttlingen, Trossingen und Rottweil eine Neuimkerschulung für 80 Teilnehmer durchgeführt. Die vier gemeinsamen Veranstaltungen mit den Referenten Alexander Guth fanden alle in Denkingen statt, ging aus dem Bericht des Vorsitzenden Christoph Freudenberger hervor. Für 19 Kursteilnehmer wurden in Denkingen insgesamt 13 praktische Kurse an den Bienen durchgeführt.

In diesem Jahr gebe es einen Fortgeschrittenenkurs, berichtete der Vorsitzende. Start sei am Samstag, 17. März, um 10 Uhr beim Denkinger Sportheim.

Die Mitgliederentwicklung habe mit der Neuimkerschulung allerdings nicht mitgehalten. Die Zahl der Mitglieder sei im vergangenen Jahr nur von 92 auf 94 angewachsen. Die Zahl der von den Mitgliedern betreuten Bienenvölker ging von 831 auf 807 zurück.

Sehr ansprechend und gut besucht waren die monatlichen Stammtischversammlungen mit Fachvorträgen. Bereits im April referiert die Heilpflanzenfachfrau Kerstin Ginzel über Pflanzen und Kräuter die auf den menschlichen Speiseplan passen und auch für die Bienen etwas bringen. Einen Vortrag über Königinnenzucht durch Helmut Horn von der Uni Hohenheim und im Mai dazu einen weiteren Kurs mit Ludwig Stark stehen auf dem Programm. Grillfest und Jahresausflug erweitern den geselligen Teil des Vereins.

Die Berichte von Schriftführer Thomas Denz, Kassierer Josef Ritter sowie der Prüfbericht von Ludwig Schnee und Matthias Reiner wurden ohne Aussprache zur Kenntnis genommen.

Der anschließende Vortrag von Bernd Möller war geprägt von großem Wissen und dem Wunsch nach gesunden Bienen. Die Auswinterung habe unmittelbare Auswirkungen auf Gesundheit und Trachterfolg. Wichtig sei die Futterreserve. Um diese Zeit müsse ein Volk mindestens noch zehn Kilo Futter haben, wobei vier Kilo Reserve immer im Volk sein müssen.

Der Bienensachverständige ging auch auf die Krankheiten der Bienen und die daraus resultierenden Verluste ein. Neben der Varroamilbe gebe es noch andere Schmarotzer die den Bienen zusetzen. Der Imker sollte jetzt nur das Flugloch beobachten und an den Bienen so wenig wie möglich machen. Bernd Möller beendete seine Ausführungen mit dem Satz: „Wir Imker sind nicht nur Naturschützer, wir sind auch Naturnützer!“

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