Erwin Teufel spricht an „seiner“ Schule

Prof Erwin Teufel hat vor Kurzem die Erwin-Teufel-Schule in Spaichingen besucht
Prof Erwin Teufel hat vor Kurzem die Erwin-Teufel-Schule in Spaichingen besucht (Foto: Schule)
Schwäbische.de

Es ist schon etwas Besonderes, wenn der ehemalige Ministerpräsident des Landes die Schule besucht, die seinen Namen trägt: Prof Erwin Teufel hat vor Kurzem die Erwin-Teufel-Schule in Spaichingen besucht. Dabei kam er auch mit Schülern ins Gespräch, teilt die Schule in einem Bericht mit.

Gespannt erwarteten die Schülerinnen und Schüler des technischen und kaufmännischen Berufskollegs der Erwin-Teufel- Schule den Besuch des Namenspatrons. Im Fach Geschichte mit Gemeinschaftskunde beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Spannungsfeld zwischen individueller Freiheit und staatlicher Macht, dabei ergaben sich Fragen nach der Legitimation von Macht und der Partizipation des Individuums in einer Demokratie. Deshalb war es eine gute Möglichkeit diesen Themenkomplex mit einem Vortrag eines Mannes, der selbst aktiv an der Demokratie gebaut hat, zu vertiefen, heißt es im Bericht der Schule weiter.

Erwin Teufel erläuterte anschaulich, dass Demokratie keine Selbstverständlichkeit sei, sondern mündige Bürgerinnen und Bürger brauche, die sich aktiv an der Volksherrschaft beteiligen. Zunächst definierte er den Begriff Demokratie und kontrastierte, dass das Gegenteil die Diktatur sei, in der der Bürger zum Untertan werde. Bereits nach den ersten Worten war eindrücklich, welchen Wert es hat in einem Staat zu leben der den Menschen als freies, selbstbestimmendes Individuum achtet. Volksherrschaft gelte es zu leben, eben nicht nur Einwohner zu sein, sondern sich als Bürger zu fühlen, der Verantwortung und Engagement ins Gemeinwesen einbringe. Teufel appellierte eindrücklich an die junge Generation, mit Interesse beständig eigenes Wissen zu erweitern, denn die Demokratie brauche offene, kritische Bürgerinnen und Bürger, die gestalten. Ohne fundiertes Wissen und einen Blick über den eigenen Tellerrand hinaus sei dies nur schwer möglich.

Die anschließende Fragerunde zeigte, was die Schülerinnen und Schüler wissen wollen: wie man es als Politiker schaffe, Menschen gerecht zu behandeln, oder ob die junge Generation in den vergangenen zwei „Coronajahren“ von der Politik vergessen worden sei, bis hin zur Frage, wie sich der Ukraine-Krieg weiter entwickeln könnte. Eine besondere Politikstunde, die Weitblick, tiefe Erfahrungen und eine Verknüpfung zwischen Vergangenem und Gegenwärtigem bot, schreibt die Schule in ihrem Bericht abschließend.

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