Ende des ersten Bauabschnitts ist in Sicht

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Im Abschnitt Eins des Baugebiets Heidengraben II werden in den nächsten Wochen die Gehwege und die Fahrbahn fertiggestellt, der erste Teil des Neubaugebiets ist damit fast beendet. Unterdessen ziehen die ersten Eigenheim-Besitzer in ihre Immobilien im zweiten Bauabschnitt. Im dritten Abschnitt, am obersten Ende des Gebiets, sollen noch dieses Jahr die Grundstücke an die Bauunternehmen übergeben werden. Probleme gibt es am obersten Ende des Baugebiets: Eine Hauptleitung der Bodensee Wasserversorgung zwingt die Stadt zum Umdenken.

Die meisten der 35 Häuser im ersten Bauabschnitt, sind fertiggestellt. In der Willy-Brandt-Straße präsentieren sich die Vorgärten bereits in grün – die Nachbarschaft hat sich eingerichtet. Nur der Gehweg ist noch eine Schotterpiste, auch auf der Fahrbahn muss noch der Feinbelag eingebaut werden. Die letzten Bauarbeiten sollen drei bis vier Wochen dauern, dabei werden Streckenabschnitte zwei bis drei Tage komplett gesperrt. Die Kosten der letzten Arbeiten wird von der Stadt auf 110 000 Euro geschätzt.

Neues aus dem Baugebiet Heidengraben
Am Heidengraben werden neue Eigenheimen gebaut. Gehwege fertigstellen, ein doppelter Netzausbau und eine störende Hauptleitung – was gibt es neues vom Baugebiet in Spaichingen?

„Grundsätzlich wird auf die Fertigstellung Gehweg und die Fahrbahn gewartet, bis die Mehrzahl der Häuser fertiggestellt ist“, erklärt Gerold Honer vom Fachbereich Planen und Bauern der Stadt Spaichingen. Sonst entstehe nur unnötiger Schaden durch die anhaltenden Bauarbeiten. Doch auch der Netzbetreiber Unity Media sei für die relativ späte Aufbereitung der Gehwege und Straße verantwortlich. Die Branchengröße habe ursprünglich Geld von der Stadt für ihre Kabelverlegung haben wollen, so Honer. „Wir geben keine Zuschüsse an private Unternehmen. Das ist rechtlich festgelegt.“ So verlegte anfangs nur die Telekom. Kurzfristig überlegte es sich Unity Media doch anders und nahm das Geld für den Tiefbau selbst in die Hand. „Die Gehwege mussten warten, doch die Bewohner haben jetzt die Wahl zwischen zwei Anbietern“, sagt Honer.

Einzug in den zweiten Abschnitt

Der zweite Bauabschnitt, eine Querstraße den Hang hinauf, kann noch nicht mit Vorgärten glänzen. Hier sind zwar schon rund 80 Prozent der 39 Flächen bebaut, den Eigenheimen fehlt aber noch der Feinschliff. Trotz der Baustellen, sind viele Häuser im zweiten Bauabschnitt schon bezogen. „Ich wohne da schon drin“, sagt einer der neuen Eigenheim-Besitzer und zeigt dabei auf ein Haus, um das noch ein Baugerüst steht und die Fenster mit Folie abgeklebt sind. Er sei zufrieden mit den Fortschritten im Baugebiet, auch eine Kabelverbindung habe er schon. Wie im ersten Abschnitt kostet auch hier der Quadratmeter rund 170 Euro.

Auch Honer ist glücklich mit dem Fortschritt im zweiten Abschnitt: „Wir arbeiten gerade an der Straßenbeleuchtung, das wird im Winter natürlich wichtig.“ Wie im Bauabschnitt eins soll dann mit dem Gehweg und der Fahrbahn abgeschlossen werden.

Bauabschnitt drei liegt noch ein Stück den Hang hinauf, die Erschließung dieses Abschnittes kostet die Stadt rund 1,4 Millionen Euro, darin inbegriffen sind der Kanalbau, Straßenbau, Beleuchtungen und Wasserleitungen. Im letzten Teil des Baugebiets Heidengraben wird derzeit noch an der Grundstruktur der Straße gearbeitet. Zwischen den Trassen kann man die Bauplätze nur erahnen. Erdhügel reihen sich aneinander, überall wuchert das Unkraut – doch der Eindruck täusche, sagt Honer. „Im dritten Abschnitt sind schon die Entsorgungsleitungen verlegt.“ So werde die Fläche in diesem Monat den Straßen angeglichen, Anfang Dezember soll ein Teil des Abschnittes dann an die Bauunternehmen übergeben werden. „Wir sind zufrieden mit der Bauausführung und den Terminen“, sagt Honer. Es habe keine größeren technischen Probleme gegeben.

Eine Wasserleitung sorgt für Verzögerung

Sorgen bereitet unterdessen der oberste Teil des Baugebiets, die sogenannte Ringstraße. Eine Hauptleitung der Bodensee Wasserversorgung (BWV) verläuft hier unter der Erde, diese versorgt die Stadt Stuttgart mit Wasser. „Uns war der Umstand bekannt, es schien keine Probleme zu geben“, sagt Honer. Die BWV sei erst später mit ihren Bedenken rausgerückt: Die 50 Jahre alte Hauptleitung könne durch die Bauarbeiten beschädigt werden. „Ein Rohrbruch dieser Leitung wäre fatal“, weiß Honer.

Einen Alternativplan gibt es bereits. So soll nur über der Hauptleitung gearbeitet werden und nicht, wie eigentlich geplant, auch darunter. Der Gemeinderat wird kommende Woche über den neuen Plan beraten. Hätte die Stadt früher über die Probleme Bescheid gewusst, wäre von Anfang an anders geplant worden, so Honer.

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