Ein mitreißendes Souvenir aus Florenz

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 Die Akteure des Open Chamber-Ensembles.
Die Akteure des Open Chamber-Ensembles. (Foto: Dapp)

Wo Können, Leidenschaft und Erfahrung zusammentreffen, da entsteht etwas Besonderes – wie in der Reihe „Kultur & Klinik“ im Gesundheitszentrum Spaichingen mit dem Open Chamber-Ensemble der Musikhochschule Trossingen unter Leitung von Prof. Winfried Rademacher: beeindruckende Musik, souverän und voller Spielfreude und Begeisterung vorgetragen. Eine solche Freude am Musizieren und Tiefe der Interpretation erleben zu dürfen, nahm die zahlreichen Zuhörer – es musste bis in den Flur gestuhlt werden – in einer Weise in den Bann, dass sie am Ende stehend Beifall spendeten.

Seit mehr als 20 Jahren spielen im „Open Chamber“-Projekt der Musikhochschule Trossingen junge Studierende gemeinsam mit erfahrenen Interpreten. In Spaichingen war die große Freude von Professor Rademacher deutlich zu spüren, den jungen Musikern aus Deutschland, Ungarn, Taiwan, Lettland und Island die unendliche Tiefe, Dimension und Farbe der gewählten Werke von Mozart und Tschaikowski zu vermitteln. Auf dem Programm standen mit einem Streichquintett von Mozart KV 516 und dem Streichsextett op. 70 von Tschaikowski Werke mit besonderer kammermusikalischer Besetzung.

„So etwas hat dieser Raum noch nie gehört“, kommentierte ein treuer Zuhörer dieser inzwischen schon seit 19 Jahren bestehenden Kammermusikreihe das große Klangerlebnis. Den Höhepunkt stellte das Streichsextett „Souvenir de Florence“ dar, sprühend von Melodien, Gefühl und Dramatik. In diesem Werk schien Tschaikowski förmlich das pralle Leben dieser Kulturmetropole mitgenommen zu haben, durchaus aber erkennbar eingebunden in die russisch gebliebene Seele des Komponisten. Ein Highlight!

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