Dieses Fest bietet viel mehr als nur Bier

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 Anzapft ist’s (v.l.): Hubert Hepfer, Hirschbrauerei, und der Vorsitzende der Stadtkapelle Spaichingen, Stefan Koringer.
Anzapft ist’s (v.l.): Hubert Hepfer, Hirschbrauerei, und der Vorsitzende der Stadtkapelle Spaichingen, Stefan Koringer. (Foto: Alois Groß)
Herlinde Groß

Ein Bierfest ist nicht gleich Bierfest. So könnte das „Bierfest“ der Stadtkapelle Spaichingen ohne Weiteres auch in den Reigen der Kulturveranstaltungen eingestuft werden. Denn der Abend wurde in einem festlichen Ambiente zu einer Begegnung zwischen Jung und Alt.

Die etwas betagteren Senioren, die Blasmusikfans sowie die vielen Anhänger von Jazz- und Rockmusik feierten zusammen. Wie es sich für ein Bierfest gehört, waren viele Besucher, hauptsächlich jedoch das Bedienungspersonal hinter dem Weizenbierstand, in Dirndl und Lederhosen, anzutreffen.

Und was sonst noch alles geboten war, konnte sich wirklich sehen lassen: ein Fest der Superlative mit Musik, verschiedenen Selbstbedienungsständen mit wahren Köstlichkeiten zum Essen und Trinken und vielen fröhlichen Menschen.

Besucher warten auf Einlass

Im Übrigen hat sich das Bierfest im Laufe der letzten 20 Jahre einen Namen in der ganzen Umgebung gemacht. Vor Öffnung der Halle warteten bereits über 200 Besucher in einer Schlange auf Einlass. Und als dann gegen 22 Uhr DJ JRY alias Tim Bockmüller die Halle rocken ließ, war diese berstend voll mit erwartungsvollen Besuchern, sodass kaum mehr ein Stehplatz zu ergattern war.

Mit „House of Dance“ eröffnete die Jugendkapelle unter der Leitung von Thomas Uttenweiler musikalisch den Abend. Für den Vorsitzenden Stefan Koringer war es eine besondere Freude, wieder so viele treue Anhänger des „Bierfestes“ in der voll besetzten Halle begrüßen zu können. Bei einem kurzen Rundgang stellte er die in altbewährter Manier aufgestellten Stände vom Mexiko-stand über den Bayer-, Weizen- und Kölsch-Stand bis hin zum Weinstand und der Bar mit den unterschiedlichsten Getränken vor. Durch den angenehmen Duft stellte sich übrigens der Pizzastand selber vor.

Festausschuss hat selbst gebraut

Und kurz vor dem Hallenausgang befindet sich der kleinste Stand mit besonderen Raritäten (Schnäpsen) als Absacker, informierte Koringer, bevor er mit großen Schritten dem Waizenbierstand in der Mitte der Halle zustrebte. Hier hatte in der Zwischenzeit Hubert Hepfer von der Bierbrauerei Hohner ein 30-Liter-Fass mit dem vom Bierfestausschuss in der Hirsch-Brauerei selbstgebrautem Jubiläumsbier zum 20-Jährigen aufgestellt.

Mit kurzen Schlägen, ohne einen Tropfen des köstlichen Nass zu vergießen, machte Stefan Koringer den Fassanstich. Dann floss das Bier krügeweise in Form von Freibier, bis das Fass leer war. Die ganze Zeremonie begleiteten die Jungmusiker mit schmissigen Melodien. Der Applaus der Gäste war den Jugendlichen sicher. Mit „All Nite Rockn‘ Roll“ verabschiedete sich die Jugendkapelle mit einer weiteren Zugabe.

Als besonderer Höhepunkt des Festes in musikalischer Hinsicht zeigte sich das „LauterBlech“ aus Lauterbach. Bei diesen acht Schwarzwälder Jungs und ihrer Sängerin Julia traf Böhmische Blasmusik auf Schwarzwälder Charme. Die Besucher hörten unterhaltsame, schwungvolle Blasmusik der Spitzenklasse, die mit verschiedenen Soli und auch modernen Stücken gespickt war. Tobias Brugger führte charmant durch das Programm und erläuterte die einzelnen Stücke. Ohne einige Zugaben kamen die sympathischen Musiker nicht von der Bühne.

Doch DJ JRY alias Tim Bockmüller stand schon in den Startlöchern zur Freude der jugendlichen Fans. Bis spät in den Abend beziehungsweise früh am Morgen ließ er die Halle rocken zum Abschluss des 20. Bierfests der Stadtkapelle.

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