Die Spaichinger Drachenflieger sehen sich im Aufwind

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 Bernd Weist im Aufwind über dem Aletschgletscher.
Bernd Weist im Aufwind über dem Aletschgletscher.
Schwäbische Zeitung

Einige Piloten des Drachenfliegervereins Spaichingen (DFVS) sind jüngst in der Südtiroler Luft unterwegs gewesen. Eine kleine Gruppe traute sich trotz widriger Wetterprognosen nach Sand i. T. im Ahrntal. Bei schönstem Wetter mussten sie sich jedoch am ersten Tag, aufgrund des recht starken Nordföhns, die Zeit am Boden vertreiben. Am Freitag konnte dann endlich geflogen werden. Jedoch erlaubte die Wetterlage nur Gleitflüge ins Tal. Am Samstag wiederum zeigte sich im Ahrntal wieder der Nordföhn mit starken Winden.

Die Gruppe begab sich auf eine Erkundungsfahrt am Rande der Dolomiten entlang. Es wurde eine Tour über den Würzpass bei teilweise sonnigem Wetter und schöner Aussicht. Nebenbei wurden auch zwei Fluggebiete, um eventuell am Sonntag ausweichen zu können, begutachtet. Der Sonntag zeigte sich dann noch einmal als fliegbarer Tag im Arhrntal. Nach zwei Abgleitern ging es am Nachmittag auf die Rückreise.

Sportlich waren die Piloten des DFVS in diesem Jahr sehr erfolgreich unterwegs. In der dezentralen deutschen Streckenflugmeisterschaft haben Bernd Weist auf dem vierten und Thomas Sterzing auf dem fünften Platz einen Podestplatz in der Einzelwertung nur knapp verfehlt. In der Vereinswertung wurde das Podest mit einem respektablen vierten Platz ebenfalls nur knapp verfehlt.

Aber in der 1. Bundesligawertung konnten sich die Spaichinger Piloten gegen eine sehr starke Konkurrenz einen dritten Platz erkämpfen. Hier sei zu erwähnen, so der DFVS, dass dieses Ergebnis eigentlich von nur drei Leistungspiloten im DFV erflogen wurde. In anderen Vereinen kann auf eine viel größere Anzahl von Leistungspiloten zurückgegriffen werden.

Der Spaichinger Pilot Bernd Weist hatte ebenfalls ein sehr erfolgreiches Jahr. Nachdem er schon über die Osterfeiertage an drei Tagen hintereinander Flüge von 150, 170 und 215 Kilometern durchführen konnte, erflog er am 1. Mai vom Klippeneck aus eine Strecke von 170 Kilometern. Die Route führte über Baiersbronn an den Titisee und wieder zurück ans Klippeneck. Dies sei die derzeit größte Strecke einer geschlossene Aufgabe (Start und Landung am gleichen Ort) von den Geländen der Spaichinger Drachenflieger.

Ein weiteres Höhepunkt ist ein Streckenflug vom Schleppgelände des Nachbarvereins Bösingen gewesen. Am 4. August gelang Weist von dort ein Dreiecksflug von 235 Kilometern. Bernd Wiest hat das Stockerl mit einem 4. Platz in der Gesamtwertung der Streckenflugmeisterschaft nur knapp verpasst.

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