Die Kleinen ganz oben bei der Spaichinger Feuerwehr

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Das Schlauchkegeln, also mit einem Schlauch Flaschen umwerfen, machte großen Spaß.
Das Schlauchkegeln, also mit einem Schlauch Flaschen umwerfen, machte großen Spaß. (Foto: Bianka Roith)
Bianka Roith

Einmal Spaichingen aus der Vogelperspektive sehen: In diesen Genuss sind die Kleinen gekommen, die sich beim Kinderferienprogramm in den Drehleiterkorb gewagt haben. Und das waren eine ganze Menge. Die Warteschlange bei dieser Attraktion war sehr lang.

Doch Jugendwart Florian Baal und sein Betreuerteam haben sich noch viel weitere Aufgaben ausgedacht, um den Kindern schöne, interessante Stunden und viel Spaß bei der Feuerwehr zu bieten. Aus Witterungsgründen wurde das Programm ein bisschen umstrukturiert, um keinesfalls von einer Dusche von oben überrascht zu werden.

Insgesamt zehn Stationen waren aufgebaut, bei denen öfters auch Geschicklichkeit und Fingerfertigkeit gefragt waren. Dies war zum Beispiel hilfreich, um einen Tennisball durch einen Feuerwehrschlauch zu bugsieren. An der Feuerlöscherstation galt es, mit dem Firetrainer die lodernden Flammen in den Griff zu bekommen und einen brennenden Grill zu löschen. An einer anderen Station gab es für die Kinder ein Armband, geschnitten aus einem alten, ausrangierten Schlauch.

Für großen Spaß sorgte das Schlauchkegeln. Hier sollten durch das schnelle Ausrollen des Schlauchs Plastikflaschen wie beim Kegeln umgeworfen werden. Dass dies nicht ganz einfach war, zeigten viele Versuche, bei denen die Kinder das Ziel verfehlten. Doch ein Junge schaffte auf Anhieb alle „Kegel“ umzuwerfen und damit alle Neune.

Stolze Besitzer des Feuerwehrdiploms

Mit dem Spreitzer galt es, ganz vorsichtig einen mit Wasser gefüllten Plastikbecher von einem Verkehrspoller auf einen anderen zu platzieren. Sehr gerne schlüpften die Kinder auch in die Schutzausrüstung, wenn sie auch oft sehr schwer war und die Hose fast auf dem Boden schleifte, weil der Feuerwehrmann noch sehr klein war.

Bei jeder Station erhielten die Teilnehmer einen Stempel auf ihre Karte. Und danach bekam jeder ein Feuerwehrdiplom. „Es gibt auch welche, die schon ihr viertes Diplom bekommen“, erzählt Florian Baal. Denn im Jahr 2015 wurde dieses Diplom zum ersten Mal vergeben.

Nach getaner Arbeit gab es außerdem für die Kinder und ihre Eltern warme Würste, um sich wieder zu stärken. Mitgemacht haben insgesamt 63 Kinder. Dieses Kinderferienprogramm sei eine optimale Veranstaltung, um neue Mitglieder zu gewinnen, so der Jugendwart. Jedesmal erhält die Wehr vier, fünf Anmeldungen. Allerdings gebe es immer noch eine Warteliste.

Derzeit besteht der Feuerwehrnachwuchs aus 26 Kindern. „Unsere Sollzahl sind 25 Personen, damit sich die fünf Betreuer um jeweils fünf Kinder kümmern können“, erläutert Florian Baal. Es gelte die Prämisse: Qualität vor Quantität.

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