Die Freien Wähler melden sich nach der Klinik-Infoveranstaltung zu Wort

Lesedauer: 3 Min
 Heinrich Staudenmayer (Freie Wähler) nimmt Stellung zur Infoveranstaltung zur Zukunft der Spaichinger Klinik.
Heinrich Staudenmayer (Freie Wähler) nimmt Stellung zur Infoveranstaltung zur Zukunft der Spaichinger Klinik. (Foto: Braungart)
Schwäbische Zeitung

Heinrich Staudenmayer von den Freien Wählern im Spaichinger Gemeinderat nimmt Stellung zur Infoveranstaltung zur Spaichinger Klinik: „10 000 Unterschriften und fünf Trillerpfeifen später beschleicht einen nach der Veranstaltung in der Stadthalle das Gefühl: „die Mess isch gsonga!“ Die Alternativlosigkeit des Empfehlungsbeschlusses des sogenannten Aufsichtsrats an den Kreistag wurde einmal mehr durch Landrat Bär vorgetragen. Diesmal eskortiert von einem Podium mit mehr oder weniger wichtig

en Statisten. Und diesmal garniert mit der Beruhigungspille „Gutachten“. Aber die eigentlichen Entscheider, die Kreistagsmitglieder, sind still und sprachlos. Lediglich drei Räte haben sich offen gegen die Pläne der Klinikverwaltung positioniert. Und der Rest? Sprachlos, abgetaucht, arrogant oder nur ahnungslos? Wo sind die Bürgermeister des nördlichen Landkreises?

Die Zeit einer starken Spaichinger CDU ist vorbei

Auf Linie gebracht durch ihre Fraktionen und seltsam ruhig. Nur bei der Rede des ehemaligen Ministerpräsidenten war abfälliges Kopfschütteln zu sehen. Vorbei die Zeit eines Anton Stier, der sich bedingungslos für das Klinikum in Spaichingen eingesetzt hat. Er wurde im Kreistag ersetzt durch einen politischen Niemand. Vorbei die Zeit einer starken Spaichinger CDU, gegen die im Kreis früher nichts durchzusetzen war. Heute nur noch vertreten durch ein Mitglied in eben jenem „Aufsichtsrat“, der die Schließung Spaichingens empfiehlt.

Ein Aufsichtsrat und eine Klinikleitung, die der Kreistag gewähren ließ, als sie sukzessive wichtige Abteilungen von Spaichingen abgezogen haben. Spaichingen als „Bypass-Zwilling“, nur noch solange am Leben gehalten, bis Tuttlingen mit Millionenaufwendungen für eine unsichere Zukunft „fit“ gemacht worden sein soll. Angesichts der Personalnot eher eine ungewisse Zukunft, über die dann ein hoffentlich anders zusammengesetzter Kreistag zu entscheiden hat.“

Mehr zum Thema
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen