Denkinger Viertklässler inspizieren Tuttlinger Kino

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Samuel Schäfle hält den neuen Schulkinofilm „Überflieger - Kleine Vögel, Großes Geklapper“ in den Händen.
Samuel Schäfle hält den neuen Schulkinofilm „Überflieger - Kleine Vögel, Großes Geklapper“ in den Händen. (Foto: Schule)

„Die besten Kinoplätze sind in der Mitte der Reihen 6 bis 8.“ Davon ist Kinobetreiberin Nicole Leitner-Möhrle überzeugt. Im Saal 1 des Tuttlinger Kinos konnten sich die die Viertklässler aus Denkingen von dieser These überzeugen. Anlässlich des Projekts „ Zeitung lesen intensiv“ und im Rahmen der Schulkinowochen schnupperten sie hinter die Kinokulissen.

Doch zunächst startete die Kinoführung mit dem Befühlen der Leinwand, die glatt und weich ist, damit die Darsteller „faltenfrei“ zu sehen sind. Aus der Entfernung nicht zu erkennen, sind die kleinen Löcher in der Leinwand. Hinter dieser stehen weiße Lautsprecher, die den Ton zum Zuschauer transportieren, so eine Pressemitteilung.

Weitere Tonboxen, diesmal aber schwarz, befinden sich an den Seiten des Kinosaals. Für die spannenden Szenen mit Schüssen und Aktion sind die Boxen an der hinteren Wand zuständig. Sie sorgen dafür, dass sich sogar der Zuschauer in der ersten Reihe erschrickt. Das beste Klang- und Sichterlebnis genießt man jedoch in den Reihen 6 bis 8. Der gestufte Holzboden unter den bequemen Kinosesseln ermöglicht einen guten Blick auf die Leinwand und der Abstand zu den Tonboxen ist in diesen Reihen optimal.

Weiter erfuhren die Denkinger Schüler, dass über die Altersfreigabe eines Filmes in Deutschland nicht der Kinobetreiber entscheidet, sondern ein Gremium, dem Menschen aller Berufsgruppen angehören. Während früher der Film von einer oder mehreren Filmspulen lief, liefert heute der Postbote ein kleines Päckchen ab, in dem sich die Festplatte mit dem gewünschten Film befindet.

Seit sechs Jahren sind die fünf Kinosäle im Tuttlinger „Scala“ mit Digitalprojektoren ausgestattet. Eine 2000 Watt starke Birne projiziert den Film auf die Leinwand. Damit diese nicht überhitzt, sorgt ein Gebläse im Vorführraum für Abkühlung. Allerdings verursacht dieses auch einen Höllenlärm, deshalb empfanden die Schüler den Arbeitsplatz von Soner Ayar als nicht sehr angenehm.

Zum Abschluss erfuhren die Viertklässler, dass die Eintrittsgelder der 832 Sitzplätze etwa zur Hälfte an den Filmverleiher gehen. „ Nur die Einnahmen aus Getränken und Snacks bleiben in unserer Kasse“, verriet Nicole Leitner-Möhrle. „ Dann ist es ja umso besser“, freuten sich die Denkinger, „dass wir vorhin so fleißig Popcorn und Getränke gekauft haben“.

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