Denkinger Kindergärten sind voll belegt

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Die Kinderburg in Denkingen platzt aus allen Nähten. Deshalb erhält sie in den nächsten Monaten einen Anbau.
Die Kinderburg in Denkingen platzt aus allen Nähten. Deshalb erhält sie in den nächsten Monaten einen Anbau. (Foto: Herlinde Groß)
Schwäbische Zeitung
Herlinde Groß

In ihren Jahresberichten haben die Leiterinnen der Kinderbetreuungsstätten Kindergarten Kinderburg und St. Paul, sowie der Kinderkrippe „Villa Sonnenschein“ dem Denkinger Gemeinderat einen kleinen Einblick in die Tages- und Jahresarbeit gewährt. Alle drei Einrichtungen sind mehr oder weniger ausgebucht.

In allen drei Einrichtungen herrsche eine hervorragende Atmosphäre, lobte Bürgermeister Rudolf Wuhrer, die sich in der Ideenvielfalt, der Zusammenarbeit mit den Eltern und den durchgeführten Aktionen widerspiegele. Dass die drei Einrichtungen fast aus allen Nähten platzen, zeigten die Belegungen und die zum Teil notwendigen Wartelisten.

Den Anfang machte Dagmar Wald mit der Kinderburg. Bis zum Juli 2018 sind hier 49 von 50 Plätzen belegt. Fünf Kinder sind in der Tagesbetreuung. Auch in den Jahren 2018/19 und 2019/20 seien alle Plätze bereits mit Voranmeldungen belegt. Lediglich für 2020/21 seien bis jetzt noch drei Plätze frei.

Im Übrigen spiele das Thema Nachhaltigkeit eine große Rolle in der Kinderburg. Die pädagogischen Schwerpunkte sind unter dem Fachpersonal aufgeteilt in Beki – bewusste Kinderernährung –, Sprachförderung mit Quasselstunde für die kleineren und SBS („Singen – Bewegen – Sprechen“) für alle Kinder, Bildungshausteilnehmer und Haus der kleinen Forscher. Hier erhielt die Kinderburg bereits zum dritten Mal die Zertifizierung. Neu sind die Werkstatttage, wo auch Eltern eingebunden sind.

Hoffnung auf männlichen Erzieher

Von Bedeutung für die Einrichtung wird der „Boys‘ Day“ – Jungen-Zukunftstag – am 26. April sein. Hier können die Jungen ihre Talente erproben. „Es würde uns sehr freuen, wenn wir einen zukünftigen männlichen Erzieher hier ausmachen könnten“ so Dagmar Wald.

Im Jahresbericht der Kinderkrippe „Villa Sonnenschein“ teilte Leiterin Elke Zöllner mit, dass am Stichtag 1.März die Einrichtung mit 24 Kindern voll belegt ist. Absagen und Warteliste sind hier an der Tagesordnung. Mit dem Wechsel der Kinder in den Kindergarten wäre die nächste Aufnahme im April 2019 möglich.

Auch das Erhöhen der Buchungstage könne nicht mehr an jedem Wochentag gewährleistet werden, da maximal 20 Kinder pro Tag die Krippe besuchen dürfen. Bedingt durch die hohe Anzahl der schlafenden Kinder, werden täglich drei Erzieher bis 14 Uhr benötigt.

Dank einiger Spenden können jetzt alle Kinder an den Spaziergängen teilnehmen. Zum Inventar zählen inzwischen zwei elektrisch angetriebene Busse, drei Kinderwagen und ein gespendeter Zwillingswagen. „Nach fachkundiger Beratung sehen wir von einer Anschaffung einer Markise ab und haben uns zunächst für drei Schirme entschieden“, informierte die Leiterin.

Zudem wurde Schülern ein Praktikum in der Krippe ermöglicht. Und dass auch die ganz kleinen Kinder Feste feiern können, zeigte Elke Zöllner in einer ganzen Latte von Festen, Feiern und Ausflügen. Obsttage und Baby-Musikgarten mit Tina Tarnawa von der Musikschule Trossingen sind fest in der „Villa Sonnenschein“ integriert. Zurzeit werde viel Zeit für die Osterausstellung zur 1200-Jahr-Feier aufgewendet. Und zum fünfjährigen Bestehen der Krippe am 23.Juni wird ein Sommerfest gefeiert.

Auch der St.-Paul-Kindergarten ist fast voll belegt, informiert Leiterin Andrea Bronner. 67 Kinder werden betreut, wobei noch sieben angemeldet sind. Die Einrichtung hat 71 Plätze. In der verlässlichen Grundschule werden 13 Schüler betreut und zwölf stehen noch in Aussicht. Jedoch ist nur für 28 Kinder Platz im ehemaligen Jugendraum. Erfreulich sei, dass die bisherige Betreuerin auch im kommenden Schuljahr zur Stange hält.

Neues Angebot in St. Paul

Für Andrea Bronner war es wichtig, das im Kindergarten St. Paul begonnene Angebot der „RIT-Reflexintegration“ dem Gremium zu erläutern. Erste Erfolge seien bereits bei den Eltern und auch Erzieherinnen erkennbar. Mit RIT-Reflexintegration erhalte das Kind eine Kombination aus erprobten Methoden, die dazu dienten, den individuellen Entwicklungsbedarf festzustellen, um dann mit einem gezielten Unterstützungsprogramm ein neuronales Nachreifen zu ermöglichen. Durch den Einsatz von bilateralen Stimulationsmethoden werde der Entwicklungsprozess unterstützt. Mit RIT könnten die Schul- und Lernprobleme sowie motorische Problematiken (fehlende neuromotorische Schulreife) von Kinder überprüft werden.

Die Katholische Kirchengemeinde finanziert dieses Training, während die Eltern es unterstützen und begleiten, informierte Bronner. Vorerst kommen die Vorschüler in den Genuss dieses Trainings. RIT-Trainerin hatte die Erzieherinnen im Vorfeld praktisch und theoretisch geschult, sodass alle zertifiziert sind. RIT-Trainerin Heike Kreibich kommt alle vier Wochen in die Einrichtung und gibt neue Anweisungen. Vor Beginn des Trainings wurden die Kinder getestet und am Ende findet ein Erfolgstest statt.

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