Deilinger Fasnet bietet Spaß mit Lokalkolorit

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Schwäbische Zeitung

Der Bunte Abend in der Deilinger Festhalle ist geprägt gewesen von viel Lokalkolorit in den Sketchen. Aber auch das Auge kam dank der Garde- und Showtanzmädchen nicht zu kurz.

Garde, Narren und Zunftmeister samt Gefolge marschierten in die voll besetzte Halle. Nach dem traditionellen Tanz der Narren ging es Schlag auf Schlag. Den Anfang machten die 20er. Sie spielten eine Szene mit einem Ehepaar in einem Lokal beim Essen, bei dem nichts so richtig klappte und Kellner Sebastian Stier die Rechnung auch nicht richtig zusammen brachte. Björn Zielinski und Matthias Imhoff mimten ein frisch verliebtes Liebespaar, das sich dann Jahre später außer Boshaftigkeiten kaum mehr etwas zu sagen hat.

Zunftmeister Björn Zielinsky übernahm mit seinem Assistenten Sebastian Stier die Moderation. Beide überraschten immer wieder mit neuen schrulligen Outfits. Mit witzigen Einlagen und Anspielungen auf Anwesende unterhielten sie die Gäste in Umbaupausen. Zwischendurch heizten die Gamsbart-Musikanten die Stimmung immer weiter an.

Nun kam der Sportverein Deilingen ins Spiel. Wie kann man die Spieler motivieren? Klar: Mit Mädchen! Und da kamen auch schon die SVD-ler in Cheerleader-Kluft gekleidet zum Vorschein und absolvierten einen atemberaubenden Tanz, der eine Zugaben-Forderung des Publikums hervorrief. Bauer und Bäuerin – Jutta Mattes und Bernd Stier – stellten ein ulkiges Paar dar mit zweideutigen Äußerungen über einen stecken gebliebenen Traktor.

Die Deilinger Mädchen begeisterten die Zuschauer mit einem Gardetanz, der ihnen eine Woche zuvor den 2. Platz im Garde-und Showtanzwettbewerb einbrachte. Bei „Wer wird Millionär“ bezogen sich die meisten Fragen auf Personen im Dorf und deren Missgeschicke. Die nächste Gruppe stellte eine Spaßrunde mit Akkordeon und Trompetenbass sowie zwei Gästen, die nur mit dem Trinken beschäftigt waren, dar. Der Bassist brachte in den passenden Momenten seine verschiedenen Pupsarten zur Geltung. Nun folgte ein glanzvoller Höhepunkt: Die Showtanzgruppe unter Leitung von Jutta Mattes-Ordowki und Andrea Gehring in schicken farbenfrohen Aufmachungen mit Bollenhut und Schwarzwälder Tracht. Ihre Heimatliebe demonstrierten sie mit dem Lied „Liebe kleine Schwarzwald-Marie“. In perfekter Choreograhie stellten sie die Wetterkapriolen vor einem Wetterhäuschen mit lebenden Figuren dar. Ihre Vorstellung machte unbedingt noch eine Zugabe erforderlich. Und da die Technik sie dabei im Stich ließ, sangen sie selber und tanzten dazu.

Zum tosende Finale trieben die Bockdobelpfuper die Stimmung in ekstatische Höhe. Der ganze Saal tobte und tanzte auf Tischen und Bänken, und Bandleader Robin Nikol trieb seine Truppen zu immer neuen Höhepunkte. Das Programm war damit beendet, aber der Abend noch lange nicht. Man tanzte bis in die frühen Morgenstunden.

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