Deilingen gestaltet Kirchplatz und Gemeindehaus um

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 Das Umfeld der Deilinger Marienkirche wird neugestaltet.
Das Umfeld der Deilinger Marienkirche wird neugestaltet. (Foto: Archiv- Richard Moosbrucker)

Der im Eigentum der katholischen Kirchengemeinde stehende zentral gelegene Kirchplatz bei der historischen Marienkirche soll 2019 auf einer Fläche von 750 Quadratmetern völlig neu gestaltet werden. In einer paritätisch durch Kirchengemeinde und Gemeinde besetzten Arbeitsgruppe wurde das Projekt mit dem Büro Röcker, Freiraumplanung aus Balingen vorbereitet. Irmgard Röcker stellte im Deilinger Gemeinderat den Planungsstand vor.

Das Projekt umfasst neue Wege zur Kirche und Hauptstraße, einen barrierefreien Zugang zum Kirchplatz und zur Kirche, die Aufstellung eines Quellsteins als Ersatz den Brunnen, neue Ruhebänke, die Anlage von Hochbeeten, das Pflanzen von Bäumen und Sträuchern sowie die Schaffung eines „Orts der Stille“ mit sakralem Bezug zur Marienkirche.

Dabei sollen laut Röcker das vorhandene Bildstöckel und das Steinkreuz in die Planung integriert werden. Zudem soll die Beleuchtung erneuert und entlang des Gehwegs zur Hauptstraße eine Hecke als Spritzschutz für die Marienkirche gepflanzt werden. Die Kosten betragen 150 000 Euro plus Planungskosten. Die Gemeinde erhofft sich eine Förderung aus dem Landessanierungsprogramm. „Über Spenden aus der Bürgerschaft würden sich katholische Kirchengemeinde und Gemeinde freuen.“ Die Hecke entlang des Gehwegs soll noch im Herbst, die Neugestaltung des Kirchplatzes 2019 realisiert werden. Bürgermeister Albin Ragg wurde vom Gemeinderat ermächtigt, die Ausschreibung des Projekts vorzunehmen.

Um mehr Raum für die öffentliche Nutzung des Gemeindehauses Gebäude Im Dörfle 20 zu erhalten, soll dieses um einen Anbau ergänzt und in der Substanz modernisiert werden, so die Mitteilung. Die Kosten des Anbaus betragen 395 000 Euro. Der Musikverein, der die Räumlichkeiten im ersten Obergeschoss größtenteils nutzt, werde sich mit Eigenleistungen einbringen. Bei Heizung, Wärmedämmung, Beleuchtung, Erhöhung des Treppengeländers, Schließanlage, Eingangspodest und Sanitärteil seien Modernisierungen notwendig. Das Projekt soll 2019 verwirklicht werden. Um die gestiegenen Anforderungen des Brandschutzes zu erfüllen, sei für das erste Obergeschoss die Errichtung eines zweiten Rettungswegs über eine Außentreppe notwendig.

Aus der Mitte des Gemeinderats wurde darauf hingewiesen, dass das Gebäude auch nach der Modernisierung nur für öffentliche und die satzungsgemäßen Zwecke der Vereine genutzt werden dürfe. Eine Nutzung für private Feiern bleibe untersagt. Der Gemeinderat stimmte dem Projekt mit Gesamtkosten von 500 000 Euro zu, die in den Haushaltsplan 2019 eingeplant werden sollen. Die Verwaltung wurde beauftragt, das Projekt vorzubereiten und die Ausschreibung vorzunehmen.

Matthias Narr hat im Deilinger Gemeinderat die von der Firma KMS entwickelte Filmidee „Der Heuberg - höchst liebenswert“ vorgestellt. Um Fachpersonal für den Wirtschaftsraum Heuberg auch weit außerhalb der Region zu gewinnen, soll ein Film geschaffen werden, der die Region Heuberg, ihre Unternehmen, Gemeinden, die Lebensqualität, die Infrastruktur sowie die Freizeitmöglichkeiten in Bildern und Fakten darstellt.

Für das Filmprojekt mit einem sechsstelligen Budget sollen laut Pressemitteilung der Gemeinde mindestens 40 Partner aus Wirtschaft und Kommunen zur Teilnahme gewonnen werden. Jedes beteiligte Unternehmen bzw. jede Kommune kann sich in einer Filmsequenz von 60 oder 90 Sekunden darstellen. Der Anfang und der Ende des Films sind bei allen Teilnehmern gleich. Für jeden wird eine eigene Filmsequenz entwickelt, so Narr. 30 Sekunden Film Clip für eine Gemeinde kosten 8000 Euro, 90 Sekunden 16 000 Euro. Derzeit seien 20 Absichtserklärungen zur Teilnahme eingegangen. Der Gemeinderat nahm von der Filmidee Heuberg wohlwollend Kenntnis und will im Rahmen der Haushaltsplanberatungen 2019 eine Entscheidung über eine Teilnahme treffen.

Der Bürgermeister informierte den Gemeinderat darüber, dass die Kanal- und Straßenbauarbeiten am Bauvorhaben Rebbergweg/Silcherstraße durch die Firma Koch nach deren Urlaubsende fortgesetzt wurden. Die Tiefbauarbeiten zur Erneuerung der Infrastruktur (Kanal, Wasserleitung, Gasversorgung, Breitbandausbau und Straßenbeleuchtung) seien abgeschlossen. Die Randsteine für den Straßenbau seien gesetzt, der Asphalt wurde in die Straße eingebaut. Die gesamten Bauarbeiten sollen Mitte Oktober abgeschlossen werden.

Beim Neubau des Feuerwehrgerätehauses seien die Innenarbeiten bis auf die Verlegung der Fliesen im Sanitärbereich größtenteils abgeschlossen. Aktuell werden von der Firma Schöppler die Außenanlagen hergestellt. Die Telekom sei mit der Herstellung des Hausanschlusses für das Feuerwehrmagazin leider in Verzug geraten.

Im Rahmen einer Schweigeminute gedachten die Mitglieder des Gemeinderats dem verstorbenen Bauhofleiter Johann Denkinger, der von 1994 bis 2004 ein engagiertes Mitglied des Gemeinderats und bis zuletzt Mitglied im Gutachterausschuss gewesen sei. Ragg würdigte seine Leistungen, die er während seiner 28-jährigen Dienstzeit für die Gemeinde erbracht habe.

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