Dürbheim will mehr Holz schlagen

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Im kommenden Jahr soll wieder mehr Holz aus dem Dürbheimer Gemeindewald geerntet werden.
Im kommenden Jahr soll wieder mehr Holz aus dem Dürbheimer Gemeindewald geerntet werden. (Foto: pa)
Schwäbische Zeitung

Die Gemeinde Dürbheim hat vor, in den kommenden Jahren mehr Holz aus dem Gemeindewald zu schlagen. Eine entsprechende Zielvereinbarung für das Forsteinrichtungswerk hat der Gemeinderat abgesegnet.

Der amtierende Forstrevierleiter Eberhard Geißler, der in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen wird, hat an der Zielvereinbarung für die Jahre 2019 bis 2028 noch maßgeblich mitgearbeitet. „Wir müssen sein Fachwissen nutzen, solange er noch da ist“, begründete Bürgermeister Andreas Häse die Einbindung in die Zukunftspläne. Geißler hatte gegen die noch nicht näher definierte Erhöhung der Einschlagmenge keine Einwände: „Bisher haben wir die höchste Vorratsreserve im Kreis. Wir können also die Menge ohne Probleme hochfahren.“ So könne auch eine Überalterung des Bestands verhindert werden.

Der Auftrag, eine Betriebsinventur in diesem Jahr durchzuführen, kommt vom Landesforstbetrieb ForstBW. Die letzte Zielvereinbarung war für die Jahre 2009 bis 2018 gültig gewesen.

Im neuen Konzept ist auch die Einrichtung von noch ausstehenden Öko-Ausgleichsmaßnahmen geplant. Geißler: „Wir können große Flächen als Waldrefugien ausweisen und sie sich selbst überlassen.“

Aus den Reihen des Rats geäußerte Zweifel, dass höhere Einschlagmengen gestemmt werden könnten, wischte Geißler beiseite: „Die privaten Unternehmer sind da, wenn wir die Aufträge ausschreiben. Dafür brauchen wir aber Planungssicherheit.

Baumanteile sollen gleich bleiben

Bisher besteht der Gemeindewald laut Forsteinrichtungswerk zu 53 Prozent aus Nadelholz und zu 47 Prozent aus Laubholz. Laut der neuen Vereinbarung sollen diese Anteile gehalten werden, innerhalb der Nadelhölzer sind aber höhere Tannen- und Douglasienanteile gegenüber weniger Fichten und Kiefern aus wirtschaftlichen Gründen erwünscht. Zusätzlich soll ein Konzept zu Alt- und Totholz erstellt werden.

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