Christian Winker siegt in Neukirch

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 Florian Winker siegte beim Rennen in Neukirch.
Florian Winker siegte beim Rennen in Neukirch. (Foto: Eberhard Geißler)
Eberhard Geißler

Mit dem hauchdünnen Vorsprung von 1,1 Sekunden hat Skilangläufer Florian Winker aus Spaichingen beim 7,5 Kilometer langen Traditionsrennen „Rund um Neukirch“ gesiegt.

Als schärfster Konkurrent stellte sich im Verlauf des Rennens der 20 Sekunden hinter ihm gestartete Manuel Becker aus Vöhrenbach heraus, der durch seine Betreuer auch genau über seine Zeiten informiert war. Im Ziel hatte Florian Winker dann das Glück auf seiner Seite, seine Siegerzeit betrug 17:23,6 Minuten auf 7,5 Kilometer. Den dritten Platz belegte Moritz Waidelich aus Enzklösterle mit 17 Sekunden Rückstand. Der schnellste Junior, Valentin Haag vom SC Kirchzarten, wurde Vierter mit 29 Sekunden Rückstand. Nach der letzten Saison, die Florian Winker krankheitsbedingt frühzeitig abgebrochen hatte, war dies ein hoffnungsvolles Comeback des Spaichingers.

Tagesschnellste bei den Damen wurde Lina Gold vom SC Heubach-Bartholomä mit 13:12 Minuten über fünf Kilometer. Eva Keller (SC Gosheim) belegte über 5 km in der Klasse J17 den sechsten Platz in 15:24 Minuten, ihr Bruder David Keller wurde hervorragender Dritter über fünf Kilometer in der Klasse S15 in 13:05 Minuten. Um das Rennen am Dreikönigstag ausrichten zu können, war vom Veranstalter Skizunft Brend ein großer Aufwand betrieben worden. Tagelang hatten Vereinsmitglieder geschaufelt, um am Loipenzentrum in Schönwald eine 2,5 Kilometer lange Strecke herzurichten. Aufgrund der dünnen Schneedecke wurde das Rennen in freier Technik ausgetragen.

Skimarathon in China

Die Teilnahme am Vasaloppet China in Changchun wurde für Christian Winker zu einem unvergesslichen Abenteuer. Nach 35 Stunden Anreise war er im Nordosten Chinas am Wettkampfort eingetroffen. Dort herrschte trockene, eisige Kälte bis minus 20 Grad Celsius, für einen Mitteleuropäer derzeit kaum vorstellbar. Christian Winker startete im Elitefeld mit 50 weiteren eingeladenen Sportlern, beim Volkslauf waren dann über 1000 Chinesen am Start. Wie in den bisherigen klassischen Rennen wurde auch der Vasaloppet China von der Elite im Doppelstockschub absolviert. Zu laufen waren zwei Runden à 25 Kilometer. Bis Kilometer 35 konnte sich Winker in der Spitzengruppe aufhalten. Als dann das Tempo verschärft wurde, musste er abreißen lassen und sein Tempo laufen. Das Ziel erreichte er auf Platz 14 in 2:28:30 Stunden, knapp acht Minuten hinter dem Sieger Vinjar Skoksholm aus Norwegen, der mit zwei russischen Sportlern und einem Tschechen um den Sieg gesprintet war.

Für Christian Winker war die Reise nach China insofern lehrreich, da er 2022 bei den Paralympics in China als Wachstechniker tätig sein wird und im Vorfeld die Bedingungen somit schon einmal kennenlernen konnte.

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