Christian und Florian Winker aus Spaichingen starten bei der Universiade in Sibirien

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 Christian und Florian Winker in Krasnojarsk.
Christian und Florian Winker in Krasnojarsk. (Foto: privat)
Eberhard Geißler

Die Spaichinger Skilangläufer Florian und Christian Winker haben sich für die alle zwei Jahre stattfindende Universiade im Wintersport qualifiziert. In diesem Jahr wird diese im sibirischen Krasnojarsk (Russland) ausgetragen.

Krasnojarsk ist die drittgrößte Stadt Sibiriens mit einer Million Einwohner, zirka 4000 Kilometer östlich von Moskau am Fluss Jenissei gelegen. Die Universiade, früher als Studenten-WM bezeichnet, ist nach den Olympischen Spielen die weltgrößte Wintersportveranstaltung. In diesem Jahr rechnen die Veranstalter mit 3000 Sportlern aus 60 Nationen, wobei Wettbewerbe in elf Sportarten ausgetragen werden.

23 deutsche Teilnehmer

Nach Angaben des Veranstalters wurde im Vorfeld ein dreistelliger Millionenbetrag in Sportanlagen und Infrastruktur investiert. Die deutsche Mannschaft besteht aus 23 Teilnehmern und ebenso vielen Betreuern und ist bereits am Dienstag vergangene Woche angereist. Deutsche Teilnehmer starten im Skilanglauf (7), Ski alpin (4), Ski Freestyle (8), Snowboard (2) und Eiskunstlauf (2).

Florian und Christian Winker waren durch ihre FIS-Punkte der laufenden Saison qualifiziert. Beide studieren in Freiburg. Für Christian Winker ist es schon die zweite Teilnahme an einer Universiade, vor zwei Jahren war er in Almaty (Kasachstan) mit dabei. Christian Winker war nach seinem Sieg im 100-Kilometer-Rucksacklauf vor drei Wochen als Skitechniker bei der Para-WM in Kanada und konnte dort auch ausgiebig trainieren. Florian Winker musste hingegen eine längere Wettkampfpause einlegen, da er gesundheitliche Probleme hatte. Zuletzt war seine Form aber wieder deutlich ansteigend.

Für die Länder im Osten hat die Universiade einen hohen Stellenwert. Es starten Sportler, die bereits im Weltcup unterwegs waren. Dagegen sind die Teilnehmer aus Mitteleuropa allesamt reguläre Studenten. Der Stellenwert der Veranstaltung ist auch daran zu erkennen, dass die imposante, dreistündige Eröffnungsfeier im Beisein des russischen Präsidenten Wladimir Putin sowie des IOC-Präsidenten Thomas Bach stattfand. Auch ein Empfang beim Botschafter stand auf dem Programm für die deutschen Sportler.

Dass das Leistungsniveau in der Disziplin Skilanglauf hoch ist, mussten die deutschen Langläufer gleich im ersten Wettbewerb über zehn Kilometer klassisch erkennen. Präsident Putin war bei diesem Rennen unter den Zuschauern und erlebte den sechsfachen Erfolg seiner russischen Sportler. Weitere Plätze belegten Läufer aus Kasachstan und der Ukraine. Bei 90 Startern konnten sich die deutschen Teilnehmer mit Rückständen von mehr als zwei Minuten im Mittelfeld platzieren.

Die Temperaturen sind derzeit für sibirische Verhältnisse relativ mild und liegen bei knapp unter null Grad. Übertragen werden die Wettbewerbe, die noch bis zum 12. März dauern, auf Eurosport. Durch die Zeitverschiebung von sieben Stunden sind die Übertragungen allerdings am frühen Morgen. Weitere Langlaufwettbewerbe für die Winker-Brüder sind am 6. März (Sprint Freistil), am 8. März (Teamsprint klassisch), am 9. März (Staffel) und am 12. März (Massenstart 30 Kilometer Freistil).

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