Ausstellung auf dem Hohenkarpfen endet

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Albert Weisgerber, „Landschaft in Südtirol“, 1913.
Albert Weisgerber, „Landschaft in Südtirol“, 1913. (Foto: Albert-Weisgerber-Stiftung St. Ingbert)

Die letzte Woche der Ausstellung „Albert Weisgerber – Landschaft und Figurenbild“ bricht an. Noch bis 15. Juli kann im Kunstmuseum Hohenkarpfen Landschaftsmalerei der Klassischen Moderne von Albert Weisgerber, geboren in St. Ingbert 1878, gefallen bei Ypern 1915, entdeckt werden.

Eines seiner herausragenden Landschaftsbilder, die „Alpenlandschaft in Südtirol“ von 1913, zeigt mit dem Schlern in den westlichen Südtiroler Dolomiten das Wahrzeichen Südtirols, verzichtet laut Pressemitteilung aber auf topographische Genauigkeit. Im Vordergrund liegt – vom höher gelegenen Ritten aus gesehen – ein Alpental, dessen Wiesen und Matten sich in Farbflecken auflösen, ohne die Plastizität der Landschaft preiszugeben. Am Talende ragen die Flanken des Gebirges steil empor. Die aus den Wolken hervorbrechenden Sonnenstrahlen hüllen den Fels wie in kristalline Strukturen, während der Eindruck des Sonnenlichts durch den freien Malgrund entsteht. Unter dem Einfluss von Paul Cézannes Ansichten des Mont Sainte-Victoire verwandelt Weisgerbers „Alpenlandschaft in Südtirol“ den Natureindruck der Föhnstimmung vor grandioser Gebirgskulisse in einen Rhythmus kühner Form- und Farbrelationen.

Eine kunsthistorische Führung in der Ausstellung „Albert Weisgerber – Landschaft und Figurenbild“ ist am Mittwoch, 11. Juli, um 17 Uhr.

Die Finissage der Ausstellung „Albert Weisgerber – Landschaft und Figurenbild“ ist am Sonntag, 15. Juli. An diesem Tag gibt es beim Kauf des aktuellen Katalogs eine Eintrittskarte gratis.

Das Kunstmuseum Hohenkarpfen ist in der Umbauwoche zwischen den Ausstellungen vom 16. Juli bis 21. Juli geschlossen. Am Sonntag, 22. Juli, um elf Uhr findet die Eröffnung der Sommerausstellung des Kunstmuseums Hohenkarpfen statt: „Julius Herburger – Natur zum Bild umformen“.

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