Abschied von den Dres. Keller

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 Dres. Regina und Hartmut Keller kurz vor der Praxisaufgabe. Ihr Sohn Sebastian ist auch Arzt – aber in Freiburg.
Dres. Regina und Hartmut Keller kurz vor der Praxisaufgabe. Ihr Sohn Sebastian ist auch Arzt – aber in Freiburg. (Foto: Regina Braungart)
Schwäbische Zeitung

Zum Abschied des Ärztepaars Dres. Hartmut und Regina Keller erreichte den Heuberger Boten dieses Schreiben unserer Leserin Margrit Kaufmann aus Aixheim. Die beiden beliebten Ärzte haben zum Monatsende März ihre Hausarztpraxis altershalber aufgegeben. Sie waren sehr beliebt, weshalb wir ausnahmsweise auch einmal ein Gedicht als Leserbrief veröffentlichen:

„Wir haben es gewusst, es wird kommen, nun ist es soweit,

Die Praxis der Dres. Keller wird Geschichte und ist Vergangenheit.

Niemand von uns allen kann es in Worte fassen,

welche große Lücke sie werden hinterlassen!

Ein gutes Wort, ein dickes Lob von Ihnen tat jedem gut

und war mal man down machten Sie einem wieder Mut.

Jeglichen Respekt und Achtung brachte man sich gegenseitig entgegen,

deshalb war es für beide Seiten ein Segen.

Gepaart mit Menschlichkeit und Verständnis ob arm oder reich

behandelten Sie alle ihre Patienten gleich.

So stellt man sich einen Hausarzt vor,

der für jeden hat ein offenes Ohr.

Denn nicht jeder hat nur Schmerzen,

oft hat er noch was ganz anderes auf dem Herzen.

Drum bringen ein paar Minuten dafür Zeit,

dazu noch Linderung für das Seelenleid.

Das alles haben Sie miteinander vorbildlich kompensiert,

Deshalb hat ihre Praxis so toll funktioniert.

Mit Wehmut schauen wir auf eine bewegte Zeit zurück

mit Ihnen als Chefs hatten wir ein ganz besonderes Glück.

Die speziell organisierten Ausflüge und Events mit Ihnen waren spitze,

Vergleichbares wird so schnell nicht zu finden sein, ohne Witze.

Letzte Woche kam noch ein altes Mütterchen mit einem Blumenkörbchen vorbei,

sie fragte mich an der Haustür, was mache ich jetzt ohne die zwei?

Jahrelang haben sie mich versorgt und betreut,

sie war nah dran und hätte bald los geheult!

Das hat unter anderem wieder bestätigt, wie geschätzt sie waren

und auch Doktors werden sehr traurig sein, wenn sie für immer weg fahren.

Und säßen wir Patienten im Gemeinderat, sie mögen’s uns verzeihn,

wir würden den beiden Doktors zwei Ehrendoktortitel verleihn!

Tausend Dank für alles zu guter letzt,

ich hoffe ich habe mit diesem Beitrag niemand verletzt.

Und jeder soll es wissen,

wir und ganz Spaichingen und Umgebung werden Sie unendlich vermissen!

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