Seitingen-Oberflacht will Bürger bei Ortsentwicklung mitreden lassen

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Simon Schneider

Mit einer Bürgerbeteiligung will die Gemeinde Seitingen-Oberflacht die Ortskernsanierung und die Gemeindeentwicklung vorantreiben und umsetzen. Das haben die Räte bei der vergangenen Sitzung am Donnerstag beschlossen.

Um das Gemeindeentwicklungskonzept und die Ortskernsanierung fachlich zu begleiten, beauftragte der Gemeinderat bereits im Januar das Büro „Kommunale StadtErneuerung“ aus Freiburg, das sich auf der Sitzung am vergangenen Donnerstag den Räten vorstellte. Mit Hilfe des Büros soll ein gebietsbezogenes professionelles Konzept sowie eine Ausarbeitung eines aussichtsreichen Förderantrags erstellt werden. Teile dieser Arbeit erfolgen zudem über das Planungsbüro Fischer aus Freiburg.

„Die Zeit drängt“, weiß Seitingen-Oberflachts Bürgermeister Jürgen Buhl, denn der Aufnahmeantrag in ein städtebauliches Erneuerungsprogramm für das Programmjahr 2021 muss bis Ende September dieses Jahres gestellt werden. Dies sei für die Gemeinde ein „ambitionierter Zeitplan“. Jetzt seien vor allem die Bürger gefragt und aufgerufen, ihre Ideen und Vorschläge einzubringen, denn nötig ist für einen erfolgreichen Aufnahmeantrag eine vorgeschriebene Bürgerbeteiligung in „qualitativ hochwertigem Format“, ergänzte Buhl. Eine ganztägige und ergebnisoffene Bürgerwerkstatt ist deshalb für den Samstag, 25. April, angedacht. Die Punkte Gemeinschaft und Soziales, Nahversorgung, Infrastruktur, Mobilität und Verkehr sowie die Themen Wohnen, Bauen, Ökologie und Natur sollen im Fokus stehen, genauso Gewerbe, Arbeit, Tourismus und Freizeit.

Da es bei dieser Beteiligung zu einer erhöhten Anzahl an Personen kommen kann, müsse zunächst die Ausbreitung des Coronavirus abgewartet werden. In der nächsten Gemeinderatssitzung Anfang April müsse der Termin und die Anzahl an Teilnehmern an dieser Bürgerwerkstatt nochmals neu bewertet und dann festgelegt werden.

Außerdem sind beim Gemeindeentwicklungskonzept Ortsteilspaziergänge mit Bürgern geplant sowie eine separate Veranstaltung für Jugendliche. Jürgen Buhl betonte auf der Sitzung, dass sich das Konzept und die Ortskernsanierung auf „beide Ortsteile“ konzentriere. Trotz der professionellen Zusammenstellung eines Antrags gäbe es keine Garantie, dass dieser beim Land für eine finanzielle Förderung genehmigt werde.

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