Die beiden Großprojekte in Seitingen-Oberflacht werden die Gemeinde noch eine Weile beschäftigen. Das Ganztagsschulgebäude ist zwar nahezu fertig, in den Osterferien kann es aber nicht wie gedacht komplett bezogen werden. Auch die Arbeiten am Anbau mit Gymnastikraum bei der Ostbaarhalle hinken dem Zeitplan etwas hinterher.

„Die Ganztagsschule ist auf der Zielgeraden“, teilt Bürgermeister Jürgen Buhl im Gespräch mit unserer Zeitung mit. Die Türen würden gerade eingebaut, ebenso die Schließanlage. Der Boden sei fast fertig, ein paar kleinere Arbeiten fehlten noch. Die Gestaltung der Außenanlagen könnte nach Ostern beginnen, sagt Buhl. Er geht davon aus, dass diese im Mai vollendet ist. „Das Gebäude ist voll nutzbar, wenn die Außenanlagen fertig sind“, sagt Buhl.

In den Osterferien wird das Gebäude zu einem Teil bezogen, nach Pfingsten soll es voll nutzbar sein. Die Kostenberechnung aus dem Jahr 2016, so der Bürgermeister, sei eine Punktlandung. Daran habe sich nichts geändert. Die Gesamtkosten bleiben bei etwa 2,6 Millionen Euro. Vom Land Baden-Württemberg wurde ein Zuschuss in Höhe von 268 000 Euro bewilligt.

Verzug bei Schulbau hat mehrere Gründe

Der Einzugstermin wurde, wie bereits berichtet, bereits mehrfach nach hinten verschoben. Gründe für den Verzug sind unter anderem die schlechte Bodenbeschaffenheit auf dem Grundstück zu Beginn der Arbeiten, die hohe Auslastung im Bausektor sowie zuletzt Probleme beim Bodenverlegen. Schon zu Beginn der Arbeiten im März 2017 hatte der damalige Bürgermeister Bernhard Flad den Zeitplan als „sehr ambitioniert“ bezeichnet. Neben dem Ganztagsschulgebäude soll ein weiteres Großprojekt der Gemeinde noch in diesem Jahr einen Abschluss finden.

In der Ostbaarhalle sollen alle Veranstaltungen ab November stattfinden können. „Ich bin zuversichtlich, dass das funktioniert“, sagt Buhl. Der zweite Bauabschnitt – die Sanierung samt neuer Küche – liegt im Zeitplan. In einer der nächsten Gemeinderatssitzungen sollen weitere Gewerke vergeben werden. Der erste Bauabschnitt – der Anbau mit einem Gymnastikraum – hat sich leicht verzögert. Es stehen noch einige Arbeiten an. Der Aufzug ist aber bereits installiert.

Gespräch mit Vereinen im Herbst angedacht

Die Gesamtkosten betragen rund 2,6 Millionen Euro. Aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) des Landes Baden-Württemberg wurde ein Zuschuss in Höhe von 336 000 Euro bewilligt. Diese finanziellen Mittel wurden für die Arbeiten am ersten Bauabschnitt, dem Gymnastikraum, beantragt. Die Abrechnungen für das Großprojekt werden sich noch bis ins Jahr 2020 ziehen, glaubt Buhl. Dann soll auch eine E-Ladesäule im Bereich der Ostbaarhalle installiert werden.

Im Herbst möchte sich der Bürgermeister mit den Vereinen zusammensetzen, um über die Hallenbelegung zu sprechen.

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